Pilgern in der Kulturhauptstadt
18.02.2010 | 13:00 Uhr 2010-02-18T13:00:00+0100
Oberhausen.Die Evangelische Singgemeinde und das Leipziger Barockorchester tragen am 21. Februar um 18 Uhr die Bachkantate 131 sowie Werke von Fasch und Haydn in der Christuskirche Alt-Oberhausen vor - ein Gang des umfassenden Menüs des Kirchenkreises bei Ruhr.2010.
Eine Ewigkeit kann sehr klein sein. Erst recht, wenn es sich um einen Moment der Ewigkeit handelt. Einen solch kleinen, feinen Augenblick sollten die Oberhausener festhalten. Die Evangelische Singgemeinde und das Leipziger Barockorchester tragen am kommenden Sonntag, 21. Februar, um 18 Uhr die Bachkantate 131 sowie Werke von Fasch und Haydn in der Christuskirche Alt-Oberhausen vor. Allerdings, dieser winzige, feine Ewigkeitshappen ist nur ein Gang eines umfassenden Menüs der Ruhr2010, an dem sich auch der Kirchenkreis Oberhausen beteiligt.
Das Programm haben Ulrike Burkhardt, Pfarrerin der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde, Kreiskantor Konrad Paul und Ilona Schmitz-Jeromin, Pfarrerin der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde erarbeitet. „Die ‘Momente der Ewigkeit’ sind als Atempausen der Kulturhauptstadt gedacht“, erklärte Paul zu diesem speziellen Programmpunkt. An 36 Sonntagen werden in evangelischen Kirchen im Revier Kantaten Johann Sebastian Bachs aufgeführt. Aber natürlich dauert das Kulturhauptstadt-Jahr, wenn auch nicht ewig, doch länger. So dass für viele Aktionen Raum bleibt. Angebote macht der Kirchenkreis in den Bereichen Musik, Predigtreihe, Fahrradtouren und Pilgern im Pott.
Das größte Orgelfestival
„Die Königin lässt bitten. Orgellandschaft Ruhr“, das ist so eine Veranstaltungsreihe, die manche „als das größte Orgel-Festival der Welt bezeichnen“, sagte Paul. Oberhausen hat seine eigenen Orgel-Königinnen und -konzerte. Am Freitag 19. Februar um 20 Uhr steht schon das zweite in der Reihe in der Klosterkirche Liebfrauen auf dem Programm. Gespielt werden u.a. Werke von Merkel und Rheinberger. Es folgen weitere, auch eines im Gasometer am 25. Juli. Paul: „Dort werden wir mit einer Digitalorgel arbeiten.“ Die nächste musikalische Veranstaltung jenseits der Orgellandschaft ist am 24. April ein Konzert zum Schumann-Jubiläum in der Luise-Albertz-Halle.
„Bei der Predigtreihe ist es uns sehr wichtig, dass wir mit nicht-kirchlichen Gruppen zusammenarbeiten“, verdeutlichte Schmitz Jeromin. Schließlich ginge es um die Menschen, die Arbeit vor Ort, und Kirche sei ein Teil dieser Arbeit. Der nächste Gottesdienst findet am 17. März in der Seniorenresidenz am Olga Park statt. Am 30. Mai ist Verdi-Geschäftsführerin Henrike Greven in der Lutherkirche dabei. „Aufeinander Acht geben“ ist ein Gottesdienst mit der Aidshilfe am 13. Juni betitelt, und am 20 Juni geht es weiter mit Dezernent Reinhard Frind.
Tag der offenen Kirche
Zur großen Fahrradtour wird am 26. Juni aufgerufen. An diesem Tag der offenen Kirchen gibt es diverse Angebote und eine Fahrradtourkarte.
Beim Pilgern im Pott kann man von Kirche zu Kirche pilgern. Die Christuskirche ist eine der Pilgerkirchen und immer dienstags bis freitags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, samstag von 9 bis 15 Uhr.
Wer sich jetzt auf den Weg macht und von Termin zu Termin wandert, der sollte seinen Kulturbeutel nicht vergessen. Die Idee hatte Schmitz-Jeromin. Die Stadt habe sie aufgegriffen. Bürger sollen ihren Kulturbeutel packen, mit dem, was für sie Kultur ist. Die Pfarrerin: „Die Kulturbeutel können demnächst im Kulturbüro abgeholt werden. Später werden sie in Geschäften in der Innenstadt ausgestellt.“

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