Pfunde verlieren im Oberhausener Trainingscamp

Hata Amer und Peter Gerfen stellen ihr Projekt „Meine Stadt verliert Pfunde“ vor, bei dem Teilnehmer 30 Tage lang ein Sportprogramm durchlaufen.
Hata Amer und Peter Gerfen stellen ihr Projekt „Meine Stadt verliert Pfunde“ vor, bei dem Teilnehmer 30 Tage lang ein Sportprogramm durchlaufen.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services
Mit Ex-Bundesliga Handballer Peter Gerfen und Ernährungscoach Hata Amer. Trainiert wird bei Wind und Wetter im Kaisergarten. Anmeldungen noch möglich.

Oberhausen.. „Meine Stadt verliert Pfunde“, heißt das Programm, mit dem Ex-Bundesliga Handballspieler Peter Gerfen (45) und Ernährungsberaterin Hata Amer (40) ab dem 13. April möglichst viele Oberhausener in Bewegung bringen wollen.

Peter „Gun“ Gerfen, wie er auf Grund seiner Torgefährlichkeit genannt wurde, galt Mitte der 1990er Jahre als einer der schnellsten und trickreichsten Spieler der deutschen Handball-Bundesliga. 1994 und 1995 wurde Gerfen in die Nationalmannschaft berufen, für die er insgesamt drei Länderspiele bestritt. Als er sich 2010 als erster Profi-Handballer dazu bekannte, mit 27-Jahren an einem Burnout-Syndrom erkrankt gewesen zu sein, endete seine Profikarriere.

Der studierte Sport-Ökonom blieb seinem Handball zunächst aber noch viele Jahre als Trainer treu. Doch dann wagte er sich gemäß seinem Motto „Wage den ersten Schritt, und ein Weg wird sich auftun“ als Personal Fitness Trainer beruflich auf Neuland. Mit den Gerfen Sports Camps bietet er in seiner Heimatstadt Hildesheim inzwischen erfolgreich Trainingscamps in der Natur an.

Für 50 Teilnehmer

Als Gerfen an der Sportakademie Hannover die Oberhausener Ernährungsberaterin Hata Amer kennenlernte, stand für beide fest: „Wir bieten jetzt auch mal in Oberhausen einen Kurs an – ein Abnehmprogramm, das es in dieser Form hier noch nicht gegeben hat.“

Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Studium zur Diplom Verwaltungsfachwirtin war Hata Amer viele Jahre im Coaching, Konfliktmanagement und in der Mediation tätig. Sie war bei der Agentur für Arbeit Dozentin für Mitarbeiter, Fach-und Führungskräfte. In Hannover ließ sie sich als Mentaltrainerin mit dem Schwerpunkt Sport ausbilden und ist heute zertifizierte Metabolic-Beraterin. Amer rundete diese Qualifikation mit einer Ausbildung in der klassischen und therapeutischen Hypnose ab. Heute ist die 40-Jährige Inhaberin der Oberhausener Praxis Sprungzwei (für Ernährungsberatung und Mentaltraining).

Und was haben die Zwei nun genau in Oberhausen vor? „Ein Trainingscamp für insgesamt rund 50 Teilnehmer“, erlaubt Hata Amer einen ersten Einblick. Aufgeteilt werden die Teilnehmer in fünf Kurse mit jeweils zehn Teilnehmern. Peter Gerfen: „Ich trainiere dann mit den einzelnen Gruppen zweimal wöchentlich jeweils für 60 Minuten.“ Das Besondere: „Wir sind bei Wind und Wetter im Kaisergarten unterwegs.“ Aber natürlich sollen auch Ernährung und Motivation nicht zu kurz kommen.

Damit die Pfunde purzeln

Damit die Pfunde auch so richtig purzeln, bringt Trainer Peter Gerfen Seile, Bänder und Bälle mit, leitet zum gesunden Kraft- und Koordinationstraining an. „Jeder Teilnehmer trainiert nach seinem Rhythmus und seinen körperlichen Voraussetzungen.“

Dabei gelte es, die eigenen Grenzen kennenzulernen und langsam zu erweitern. Ein Programm für Zuhause ergänzt die Sporteinheiten. „Da reicht es aber schon, wenn man täglich rund zehn Minuten lang etwas macht“, versichert Gerfen. Oberhausenerin Hata Amer dagegen nimmt die körperliche Verfassung ihrer Teilnehmer unter die Lupe und führt eine Ernährungsberatung durch. Sie ist außerdem zur Stelle, wenn es mit der Motivation mal hapert. Bewegung, Ernährung, Motivation – die Kombination macht’s, glauben die Trainer.

Wer es testen will, kann sich für das vierwöchige Programm noch anmelden: 6101183 oder im Internet unter www.meine-stadt-verliert-pfunde.de. Der Kurs startet am 12. April mit einer Vorbesprechung, ab dem 13. April geht es mit dem Training los. Die Zeiten dafür sind zwischen sechs Uhr früh und 19 Uhr wählbar. Kosten: 99 Euro. Erstattungen durch die Krankenkassen sind möglich.