Pferdehaltung beanstandet

Gegen die Betreiber des Gnadenhofs bzw. gegen den Verein Pferde in Not wird ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen verschiedener Verstöße gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Das teilte das Veterinäramt der Stadt mit. Schwerpunkt des Verfahrens sei die beanstandete Pferdehaltung.

Bei einer Kontrolle am 19. Januar hätten sich „30 Pferde auf dem Gelände befunden, teils ohne Unterstand, teils mit notdürftigen Weidezelten. Auf keinem Paddock, in keinem Unterstand war Einstreu. Wasser wurde aus Speisfässern angeboten, war jedoch eingefroren“, sagt Stadtsprecher Martin Berger. Hintergrund: Im September 2014 hatte das Bauamt der Stadt die Nutzung aller Ställe untersagt (wir berichteten).

Dass sich auf dem Gelände noch zwei Schweine befanden, war dem Veterinäramt damals nicht bekannt. Erst am 26. Januar habe Susanne Muth dies gemeldet: „Bei der Nachkontrolle lebten die Schweine auf einem ca. 40 qm großen, mit defektem Maschendraht eingezäunten Gelände mit einer dick mit Stroh eingestreuten Hütte. Der Eber befand sich in mäßigem, die Sau in schlechtem Ernährungszustand.“ Inzwischen haben die Schweine einen neuen Besitzer.

Fazit des Veterinäramtes: „Die Zustände hätten auch zum Entzug der Erlaubnis geführt. Da der Verein Oberhausen verlassen hat, erübrigt sich das.“