Perspektive für Vonderort

Der Revierpark Vonderort soll von der geplanten Zusammenlegung der Betreibergesellschaften profitieren und somit für die Zukunft fit gemacht werden.
Der Revierpark Vonderort soll von der geplanten Zusammenlegung der Betreibergesellschaften profitieren und somit für die Zukunft fit gemacht werden.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Gesellschaften der einzelnen Revierparks sollen in einer gemeinsamen GmbH aufgehen. Oberbürgermeister Wehling erhofft sich positive Effekte.

Oberhausen.. Dem Revierpark Vonderort ist in vielen Bereichen sein Alter anzumerken – der 1974 errichtete Freizeitpark hat mit einem großen Investitionsstau zu kämpfen. Nicht nur im Freibad sei dies erkennbar, auch eine energetische Sanierung sei fällig. „Die Mittel der Gesellschafter reichen jedoch nicht aus, um diesem Handlungsdruck zu begegnen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Wehling im NRZ-Gespräch. Mit einer gemeinsam Betreibergesellschaft aller, beziehungsweise fast aller Revierparks, soll nun die Zukunft der Anlagen gesichert werden. Aktuell verhandeln die beteiligten Kommunen über das Für und Wider.

„Den anderen Revierparks geht es ähnlich wie Vonderort“, so Wehling. Überall müsste Geld für notwendige Investitionen in die Hand genommen werden. Doch ist dies in der aktuellen Situation, vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzen, kaum vorstellbar. Am Revierpark Vonderort etwa sind Oberhausen und Bottrop mit jeweils 25 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligt – die restlichen 50 Prozent hält der Regionalverband Ruhr. Dass Oberhausen zusätzliche Mittel für den Betrieb bereitstellt, ist nicht zu erwarten. „Das ist derzeit nicht leistbar“, heißt es von Wehling. Auch wenn es im Haushalt inzwischen wieder einige Spielräume gebe, handele es sich um eine freiwillige Aufgabe.

Vonderort jedoch aufzugeben, sei ausgeschlossen. „Die Freizeit-Angebote dort müssen erhalten werden“, stellt Wehling klar. Gerade für Familien mit kleinerem Geldbeutel sei der Revierpark als Ausflugs- und Freizeitort elementar wichtig. Zumal nicht abzusehen sei, dass der Anteil ärmerer Haushalte in Oberhausen in nächster Zeit im größeren Maßstab abnehmen könnte.

Positive Impulse erhofft

Es sei nicht damit getan, immer nur kurzfristig den Erhalt des Revierparks zu sichern. „Wir brauchen Konzepte, die auch mittelfristig greifen, für die kommenden fünf Jahre gelten.“ An dieser Stelle kommt der Vorstoß des RVR ins Spiel: Die bislang einzelnen Gesellschaften der Revierparks Gysenberg, Nienhausen, Mattlerbusch und Vonderort sowie des Freizeitzentrums Kemnade sollen in einer gemeinsamen Gesellschaft aufgehen. „Wir sprechen dann von einem gemeinsamen, hochprofessionellen Geschäftsführer, der Konzepte für die Zukunft der Parks entwickeln soll“, sieht der Oberbürgermeister Vorteile darin, Kräfte zu bündeln.

Die Gefahr, dass Gelder dadurch aus Oberhausen abfließen, bestehe nicht. In einer aktuellen Vorlage für den Wirtschaftsausschuss des RVR, der kommenden Dienstag tagt, ist als Grundlage festgelegt, dass Zuschüsse der Kommunen nur für die jeweilige Betriebsstätte verwendet werden. „Eher wird der RVR als Mitgesellschafter seine Zuschüsse erhöhen“, so Wehling. Auch sei im aktuellen Entwurf des Gesellschaftsvertrages eine Veto-Möglichkeit vorgesehen.

Wehling erhofft sich positive Impulse, etwa durch die gemeinsame Außendarstellung der Parks und Kosteneinsparungen bei der Warenbeschaffung. Um den Revierpark für Besucher attraktiv zu halten, könne er sich einige Projekte vorstellen. „Es gab früher einen Wasserspielplatz im unteren Bereich des Parks. So etwas würde die Leute nach Vonder­ort ziehen.“