Patienten warten bis zu zwei Jahre
16.12.2012 | 17:57 Uhr 2012-12-16T17:57:00+0100
Oberhausen. Wachsender Druck im Alltag und die gesellschaftliche Enttabuisierung seelischer Leiden sorgen dafür, dass mehr Menschen in Oberhausen Rat und Hilfe bei psychischen Erkrankungen suchen. „Die Fallzahlen von Burn-Out beziehungsweise Depressionen nehmen eindeutig zu“, sagt der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Katholischen Kliniken Oberhausen (KKO), Prof. Dr. Eugen Davids.
„Mehr Menschen suchen eine Therapie. Das merken wir auch in Oberhausen“, bestätigt sein Kollege Prof. Dr. Matthias Rothermund, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Johanniter Krankenhauses Oberhausen. Das Problem: In der Stadt herrscht ein teils krasser Mangel an Psychiatern und Psychotherapeuten.
Zwei Fachkliniken in der Stadt
In der Psychiatrie verfügt das zu den KKO zählende St. Josef-Hospital über 122 Betten und das Johanniter über 160 Betten. Dabei hat das St. Josef den südlichen Teil Oberhausens sowie Mülheim als Einzugsgebiet, während das Johanniter für Patienten aus dem Norden Oberhausens und Duisburg zuständig ist.
Zwar sehen die beiden Kliniken in der Notfallaufnahme keine Engpässe, und auch bei den planbaren Aufnahmen sind die Wartezeiten mit etwa ein bis vier Wochen nach eigener Einschätzung durchaus vertretbar. Doch beklagen Davids und Rothermund wie auch Richard Höhmann, Geschäftsführer der Intego GmbH Oberhausen, einer Hilfseinrichtung für psychisch kranke Menschen, eine Unterversorgung der Stadt mit Psychiatern und vor allem Psychotherapeuten.
Die Situation bei der Versorgung der Stadt mit Psychiatern sei angespannt, Patienten müssen mit Wartezeiten für eine Behandlung von bis zu einem halben Jahr rechnen. Geradezu „katastrophal“ sei die Ausstattung mit Psychotherapeuten, sagt Rothermund. Hier komme es zu Wartezeiten von sechs Monaten bis zu zwei Jahren.
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Einfach bis zum Termin auf die Oberhausener Piraten ausweichen; da haben sich ein paar Härtefälle zusammengefunden und man ist anschließend geradezu erlöst, wenn man gesehen hat, dass es andere noch viel schlimmer erwischt hat
;-)