Paternoster im Rathaus stehen vorerst still

Das vorläufige Aus der Paternoster im Oberhausener Rathaus und im Technischen Rathaus in Sterkrade ist besiegelt: Ab Montag, 1. Juni, stehen die historischen Aufzüge still.

Hintergrund ist eine neue Sicherheitsverordnung des Bundesarbeitsministeriums, nach der ab Montag nur noch geschultes Personal die Aufzüge benutzen darf. Solche Schulungen hat es für Rathaus-Mitarbeiter jedoch nicht gegeben. „Deshalb werden die Paternoster zunächst abgestellt und versperrt“, sagt Stadtsprecher Martin Berger.

Wie es in Zukunft mit den seit 1929 fahrenden „Personenumlaufaufzügen“ weitergeht, sei noch offen. Da sich die Mehrzahl der Stadtspitze derzeit auf der SPD-Klausurtagung in Trier befinde, sei mit einer Entscheidung erst in der kommenden Woche zu rechnen. Kämmerer Apostolos Tsalastras hatte jedoch bereits angekündigt, dass die Regelung, die ein Unfallrisiko verringern soll, „ein unglaublicher Schildbürgerstreich“ und „nicht hinnehmbar“ sei. In Oberhausen habe es laut Berger in den 86 Jahren nur einen Unfall gegeben: Vor sechs Jahren war ein Junge in den Schacht gestürzt.