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Parfüm statt Pudelmütze

05.12.2011 | 08:00 Uhr
Parfüm statt Pudelmütze
Die offenen Geschäfte lockten trotz des trüben Wetters den einen oder anderen Oberhausen in die Innenstadt. Foto: Ulla Emig

Oberhausen.  Die Händler auf der Marktstraße zeigten sich mit dem verkaufsoffenen Sonntag in der City zufrieden. Wetterbedingt liefen die Wintersachen aber nicht so gut. Bisher stärkster Besucherandrang im Weihnachtswald.

City-Manager Franz Muckel kann es gar nicht kalt genug sein: „Mit ein paar Grad weniger auf dem Thermometer wären die warmen Wintersachen noch besser weggegangen.“ Trotz dieses Mankos zog er gestern Abend ein positives Fazit des verkaufsoffenen Sonntags in der Innenstadt. „Es ist gut gelaufen. Aufgrund der Wettervorhersage haben wir deutlich Schlimmeres befürchtet. Aber glücklicherweise wurden wir vom Regen verschont. Bei den meisten Händlern lief das Geschäft sogar besser als im Vorjahr.“ Rund 15.000 Besucher wurden auf der Marktstraße gezählt.

In der Fußgängerzone bimmelte die Bimmelbahn, in den Ladenlokalen klingelten die Kassen -- auch wenn Schals, Pudelmützen, Daunenjacken und Co. witterungsbedingt noch nicht so viele Abnehmer fanden: „Ganz besonders gut liefen Parfümerieartikel aber auch Spielsachen und Elektronik.“

Nicht nur die Einkaufsmeile war am zweiten Adventswochenende gut besucht, beim Weihnachtswald konnte man sich ebenfalls nicht beklagen. „Am Samstag und heute war es richtig voll“, zeigt sich Franz Muckel gestern Abend froh über die Resonanz. Der Sonntag war sogar der bisher besucherstärkste Tag.

Kostenfreie Fahrt mit der Bimmelbahn

Eine Attraktion für die ganz Kleinen aber auch einige Große war die extra für diesen Tag „importierte“ Bimmelbahn. Mit ihr ging es, kostenlos, im gemächlichen Tempo von der Mülheimer Straße bis zum Altmarkt und Friedensplatz. Für die Passanten auf der Marktstraße hatten die kleinen Passagiere dabei immer noch ein Winken übrig.

Der Alstadener Mike Vogelsang nutzte den verkaufsoffenen Sonntag dazu, endlich mal in Ruhe nach Weihnachtsgeschenken zu gucken. „Da fehlt mir unter der Woche einfach die Zeit für. Vielleicht kann man noch das eine oder andere Angebot erhaschen.“ Das graue Herbstwetter schreckte ihn zwar nicht vom Gang vor die Türe ab, er musste aber eingestehen: „Im dichten Schneetreiben wäre das hier natürlich gleich viel romantischer.“ Vom Weihnachtswald hält er übrigens nicht so viel. „Der ist einfach zu klein und die Abwechslung fehlt.“

"Weihnachtswald lohnt sicht fast gar nicht"

Uschi Tanto kam der Verkaufsoffene Sonntag sehr gelegen. „So habe ich endlich Zeit nach Weihnachtsgeschenken zu gucken. Das ist sonst an den Werktagen immer sehr stressig.“ Bei ihr hat der kleine Weihnachtswald ebenfalls einen schweren Stand. „Da gibt es ja nicht viel zu sehen. Kaum ist man drin, hat man schon alles gesehen. Es lohnt sich fast gar nicht.“

Ingo und Sandra Eickelkamp sehen das anders. „Gerade, weil der Weihnachtswald so schön klein und übersichtlich ist, hat er einen ganz eigenen Charme. Andere Märkte, etwa am Centro, sind einfach zu überlaufen.“ Für Sohn Leon war es eine Weihnachtsmarkt-Premiere: Da ist so ein kleiner gemütlicher Markt gerade richtig.

Marcel Sroka



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