Osterhase hilft Kindern im Friedendorf bei der Reha

Wer dieser Tage das Friedensdorf besucht, sieht österliche Dekoration: Selbstgeschnitzte Holzhasen zieren Sträucher und Bäume auf dem Gelände der Kinderhilfsorganisation. Das verwundert, denn die meisten behandelten Kinder im Dorf sind muslimisch. Sie feiern eher das Zucker- als das Osterfest.

Das Schmachtendorfer Friedensdorf arbeitet überparteilich und überkonfessionell, religiöse Feiertage werden nicht zelebriert. Doch jedes Kind, das zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kommt und nach dem Klinikaufenthalt vorübergehend im Schmachtendorfer Heim des Friedensdorfs lebt, kann seine Religion ausleben.

Zwar gibt es im engeren Sinne also keine Osterfeier mit Eiersuchen im Friedensdorf, doch sind Such- und Versteckspiele bei den Kindern aus Afghanistan, Tadschikistan, Gambia und weiteren Ländern so beliebt wie überall auf der Welt. Die geschnitzten und bemalten Osterhasen sind neben netter Dekoration vor allem das Ergebnis handwerklicher Schulung und feinmotorischen Trainings – vor allem für diejenigen, die nach Verletzungen an den Händen das Greifen neu erlernen müssen.

Das eigentliche Hochfest im Friedensdorf wird im Schnitt alle drei Monate gefeiert und heißt für alle Kinder gleich: Heimkehr.