Osterfelder Schützen nehmen neue Sportanlage ins Visier

Prunk im Blick: Bisher feierte der BSV 1882 Osterfeldim Olga-Park sein Schützenfest (im Foto: 2012), künftig könnte dazu die neue Vereinsanlage an der Emsstraße dienen.
Prunk im Blick: Bisher feierte der BSV 1882 Osterfeldim Olga-Park sein Schützenfest (im Foto: 2012), künftig könnte dazu die neue Vereinsanlage an der Emsstraße dienen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der BSV 1882 Osterfeld baut auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes an der Emsstraße. Pachtvertrag gilt 30 Jahre. Möglicher Ort für Schützenfeste.

Oberhausen.. Beim ältesten Osterfelder Schützenverein fällt der Startschuss für ein neues Domizil: Der BSV 1882 Osterfeld kann nach langjährigen Genehmigungsverfahren und der nun erteilten Baugenehmigung an der Emsstraße eine neue Sportanlage in Angriff nehmen.

Damit schließt sich für den Verein ein langer Kreis der Suche: Denn geeignete Flächen sind in Osterfeld für die Ambitionen des Vereins nur schwer zu finden. „Dabei geht es nicht nur um genügend Platz“, sagt der Geschäftsführer Tobias Lettau. „Wir besitzen eine große Schützenjugend und benötigen Anlagen, die für den Betrieb in der Landesliga geeignet sind.“

Container werden umgerüstet

Umso zufriedener ist der Verein, dass der Vorstand auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes an der Emsstraße fündig wurde. Hier kickte früher unter anderem die SG Osterfeld. Das weitläufige Gelände ist über die Hochstraße zu erreichen und gehört dem Bereich Sport der Stadt Oberhausen. Der Erbpachtvertrag zwischen Stadt und Schützen ist auf 30 Jahre datiert.

Die Idee für den Standort, der sich im Grünen in der Nähe zum Osterfelder Bahnhof und dem Revierpark Vonderort befindet, stammte vom mittlerweile verstorbenen Osterfelder Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Pflugbeil. Das Grundstück hat sich für das Brauchtum bewehrt: Mit dem BSV Waidmannsheil 1956 hat auf der Rasenfläche bereits ein Schützenverein sein Vereinsheim aufgebaut.

Bislang trainierte der BSV 1882 im Hochbunker an der Baustraße — zumindest bis dieser 2014 geschlossen wurde. Bis die neue Anlage eröffnet werden kann, ist freilich noch einiges an Muskelkraft erforderlich. „Wir haben Fachkräfte in unseren Reihen, was viel ausmacht“, erklärt Tobias Lettau. Ziel sei es, die Nikolausfeier schon auf der neuen Anlage feiern zu können. Die Eröffnung des kompletten Areals ist dann für das kommende Jahr geplant.

Belebung für die Schützenszene

Die neuen Trainingsmöglichkeiten erstrecken sich auf 30 mal 60 Metern. Die Containerteile, die später zur Sportstätte zusammengeführt werden, hat der Verein bereits gekauft. Diese werden nun aufgerüstet. Später sollen zehn Schießstände für das Luftgewehr und die Luftpistole vorhanden sein.

Die Größe der Anlage ist wichtig, da der Verein plant, sich für Meisterschaften zu bewerben. Zudem muss die Ausstattung den Anforderungen des Landesliga-Betriebs entsprechen. Das Gelände könnte auch für Schützenfeste genutzt werden, bislang feiert der Verein im Olga-Park.

Von der Anlage erhofft sich der BSV 1882 zudem eine Belebung der hiesigen Schützenszene.