Ostereiersuchen auf Burg Vondern in Oberhausen

Ja, wo stecken sie denn? Das Ostereiersuchen an der Burg Vondern lockte wieder viele Familien an.
Ja, wo stecken sie denn? Das Ostereiersuchen an der Burg Vondern lockte wieder viele Familien an.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
An der Burg Vondern in Oberhausen lebt die Traditionsveranstaltung des verstorbenen Bezirksbürgermeisters Karl-Heinz Pflugbeil fort. 1000 gelbe und bunt bemalte Eier. Ein Osterfelder Optiker hat sie gespendet.

Oberhausen.. Die Frühjahrssonne erstrahlt über Burg Vondern an diesem Ostersonntag. Es ist kurz nach elf Uhr. Der alte Herrensitz ist mal wieder das Mekka junger Familien. Sie zieht es allerdings nicht in den Innenhof der Burg, vielmehr streunen sie darum herum. Die Osterfelder Karnevalsgesellschaft (KG) Blau-Gelb Vondern hat mal wieder zum Ostereiersuchen eingeladen. Es sind vor allem Mädchen, die sich das nicht entgehen lassen.

Mit Körbchen oder kleiner Pa­piertüte bewaffnet, durchsuchen die Kinder das Gelände rund um die Burg, die Wiesen, das Unterholz und den Hang hinter der Burg, zum Bahndamm hin. Aber ihre Ausbeute ist zunächst mager. Schon macht sich Missstimmung unter ihren erwachsenen Begleitern breit. „Seltsam, da schleppen Erwachsene, die uns entgegenkommen, Beutel voller Eier fort und die Kinder finden nichts“, ärgert sich ein Vater, dessen Tochter noch nicht fündig geworden ist. „Ich hab aber eins gefunden“, sagt ein anderer Vater, der einen großen Hund an der Leine führt und zieht ein buntes Ei aus seiner Jackentasche. „Aber ich hab ja auch einen Hund zum Suchen.“

Vorübergehender Mangel

Der vorübergehende Mangel liegt aber nur daran, dass Ralf Brückmann, der Zweite Vorsitzender der KG, wieder neue Eier verstecken muss. Dazu öffnet er schon die Schiebetür eines Lieferwagens, in dem sie sich stapeln.

Wie Anke Hennecke, die Pressesprecherin und Senatspräsidentin der KG Blau-Gelb berichtet, stehen für das Ostereiersuchen 1000 gelbe und buntbemalte Eier zur Verfügung. Ein Osterfelder Optiker hat sie gespendet.

„Früher hat sie ja Karl-Heinz Pflugbeil, unser Bezirksbürgermeister, gestiftet“, fährt sie fort. Pflugbeil sei es auch vor einigen Jahren gewesen, der die Aktion ins Leben gerufen habe.

„Er war Ehrensenator unseres Vereins“, so Anke Hennecke. Pflugbeil habe sich auch um Osterfeld sehr verdient gemacht. Schon das rechtfertige es, die Ostereier-Aktion fortzusetzen. Denn der ehemalige Bezirksbürgermeister kam vor knapp zwei Jahren auf Madagaskar auf tragische Weise ums Leben.

Frühstück am Wohnmobil

Im Innenhof der Burg, wo sich die erwachsenen Gäste aufhalten, ist Thomas Krey, Pflugbeils Nachfolger, erschienen. Hier haben die Eheleute Hennecke ihr Wohnmobil aufgestellt. Unter dessen ausgezogener Markise wird den Besuchern ein Frühstück gereicht. Thomas Krey steht mit Apostolos Tsalastras, dem Stadtkämmerer und SPD-Oberbürgermeister-Kandidaten, zusammen. Tsalastras hat sich gerade ein Marmeladenbrot geben lassen. Und Anke Hennecke hat ihm den königsblauen Schal der KG umgehängt. Ehrensenator des Vereins ist er noch nicht. Diese Würde muss er sich erst noch verdienen. Dagegen haben Immanuel Schuler (FDP) und René Pascheberg (SPD) das schon geschafft.

Die Eltern der Kinder haben indessen ganz andere Sorgen. „Warum versteckt der Osterhase die Eier?“, löchert ein kleiner Junge seinen Vater. Nachdem Ralf Brückmann neue Ostereier versteckt hat, sieht man jetzt auch wieder Eier in den Körbchen der Kinder. Chantal (13), Felisha (10) und Fiona (7) aber haben es schon geschafft und ruhen sich jetzt auf einer Mauer vom Suchen aus. „Ich hab sechs Eier gefunden“, erzählt die Jüngste. „Und ich sechzehn“, sagt Felisha. „Sie waren teilweise in Löchern im Boden versteckt“, fügt Chantal hinzu. Die Mädchen kennen sich von der Tanzgarde der KG Wagaschei aus Alstaden.