Orden erweitert - Zwei Eulen für ein Halleluja

Am Sonntag wurde der Eulenorden um zwei weitere Träger erweitert.
Am Sonntag wurde der Eulenorden um zwei weitere Träger erweitert.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Stadtdechant und Superintendent schmückt nun die „närrische Weisheit“: Ritter des Ordens bitten Fabritz und Deterding zum ökumenischen Treff.

Oberhausen.. Das Kapitel der närrischen Weisheit wird glockenklar weitergeschrieben: Stadtdechant Peter Fabritz und Superintendent Joachim Deterding durften sich am Sonntagmorgen mit dem Eulenorden schmücken lassen.

Die Berufung in den Kreis sich um das Brauchtum und die Stadt verdient gemachter Personen hätte von den Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein können und endete in der Luise-Albertz-Halle in Einigkeit. Zwei Eulen für ein Halleluja. Karnevalistisch unauffällig dürfte der Protestant Deterding bisher sein, aber rege im gesellschaftlichen Leben. Während Katholik Fabritz eine stolze zweistellige Anzahl von Büttenreden auf dem närrischen Konto hat.

„Punker vonne Marktstraße“

Als „Punker vonne Marktstraße“ zeigte sich Fabritz bereits mehrfach in Lederjacke und mit Irokesenschnitt. Die Vorjahres-Eulen Monika Walter (Walter Perspektiven) und Werner Overkamp (Stoag) durften in guter Tradition die Eulen Nummer 100 und 101 im Kreis spielerisch empfangen. Im Falle von Overkamp fiel das gar nicht mal so leicht: Gab es fußballerisch bei RWO noch Schnittmengen, so musste sich der Stoag-Chef und bekennender Schalke-Anhänger für die Laudatio doch mit Gladbach-Utensilien schmücken, getreu den Fußball-Vorlieben von Superintendent Joachim Deterding.

Der Sketch von zwei Fahrgästen an der Straßenbahn-Haltestelle (in närrischer Weisheit die der Linie 105 am Centro?) gelang kurzweilig, vor allem aber fiel positiv ins Gewicht, dass die Laudatio deutlich früher und gestraffter über die närrische Bühne ging.

Und so dankten Fabritz und Deterding im „kirchlichen Ornat“ anschließend im heiteren Zwiegespräch gemeinsam. Den ökumenischen Treff der Ritter des Eulenordens „Närrische Weisheit“ konnte man als Predigt der gemeinschaftlichen Geselligkeit verstehen. Ein Engagement, das auch Eulen-Präsident Walter Paßgang lobte.

Ordensträger Nummer 100 und 101

Stadtprinz Peter III. (Birkhäuser) gehörte zu den ersten Gratulanten. Dass seine Tollität mit Team samt Hofstaat und Tanzgarde eine innige Großfamilie betreut, gehört zu den bekannten Weisheiten. Am Schwung zum Sessions-Endspurt mangelt es dem Regenten jedenfalls nicht.

Beim Blättern in der eigens gedruckten „Eulen-Post“ fiel besonders die Karikatur von Fritz Beierlein ins Auge. „Jetzt hängt der Eulenorden alles an die große Glocke!“ Dieses Motto hatte der Zeichner mit Fabritz und Deterding beim gemeinsamen Läuten versehen.