On the road again and again
15.02.2010 | 13:00 Uhr 2010-02-15T13:00:00+0100
Eigentlich hat Daniel Schwan die Ruhe weg. Doch wenn der Hofmarschall in die Tasche greift, zwei Uhren zum Vorschein kommen, er wiederholt sein Gewicht vom linken auf den rechten Fuß verlagert, dann ist das für das Prinzenteam um Tollität Marco I. ein Signal. Anschluss halten. Der nächste Termin wartet. Eigentlich schon seit zehn Minuten. Normaler Wahnsinn kurz vor dem Konfetti-Finale.
In einem Stoag-Bus hechtet Prinz Marco in der heißen Phase der Narretei von Termin zu Termin. Also ab in den Bus und staunen. Der Öffentlichen-Personen-Narr-Verkehr hat seinen eigenen Fahrplan: „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul!“ Es ist ein Circus Maximus auf vier Rändern - mit Süßigkeitenkiste. „Milky Way! Wo sind die noch mal?“ Bunte Ballons kleben an den Haltestangen. Kleiderbügel mit der Garderobe der Tanzgarde schunkeln zu Schlaglöchern. Die Hektik aus den Sälen ist im Bus selbst wie verflogen. Römer sind keine Einzelgänger. Die Garde hat es sich im hinteren Teil bequem gemacht. Die Legionärs-Helme liegen auf den Sitzen. Musik aus den Boxen kann jeder. Die Blauen Funken sind ihre eigene Juke-Box. „Theeeooo wir fahr’n nach Lotsch!“ Im Bus ruckelt es. „Wir sind da! Alle Mann raus!“
Schnell ein letzte Zug an der Zigarette. „Aufstellung, bitte!“ Kaum hat Humorist Heini im Saal seine Schluss-Schelmerei von der Bütt gefeuert, ist auch der Prinz in seiner Rolle. Den Gag mit Angela Merkel und dem Waschbär hat er nicht mehr registriert. „Lasst uns feiern wie die Römer die fünfte Jahreszeit!“ Die CD startet. Dschingis Khan. Titel: Rom! Klar, doch. Die Garde marschiert los. Tänzerinnen gewandet in Blau-Gold schreiten im Gleichschritt auf die Bühne, Asterix und Obelix tapsen hinterher. Im Klatschmarsch, versteht sich. „Helauu!“ Es sind die Momente, in denen alle strahlen. Wenn der Saal jubelt. Nach all der halsbrecherischen Akrobatik, dem Pyramidenbauen aus Gardistinnen, dem Stapeln, durch die Luft wirbeln. Applaus. „Danke für die Blu...“ der Hofmarschall hopst! Schon sitzen alle wieder im Bus. Gaststätte, Ciao. Stadthalle, Helau!
Gardeleiterin Christine Mertens kämpft mit einer offenen Naht an einem Tänzerinnen-Rock. Ein Näh-Notfall-Set ist immer dabei. „Das erledigen wir zwischendurch!“ Von hinten schallt es a-capella: „Hey, was geht ab?“ Es sind die kurzen Momente zwischen den Auftritten, um auch über kulinarische Feinheiten zu sinnieren, den Vorteil der Speck-Muffins gegenüber der Mettwurst-Käse-Platte abzuwägen. Marco und seine Römer reisen gut verpflegt.
Bei Tänzerin Katharina Peters hat sich seit dem Hoppeditz-Erwachen der Alltag schlagartig verändert. Nachbarn schneiden Zeitungsartikel mit ihren Auftritten aus und stecken diese hinter die Scheibenwischer des Autos. Bei der Arbeit im Krankenhaus beginnt die Schicht meistens so: „Kollegin, ich hab dich in der Zeitung gesehen!“ Moppern gute Freunde schon mal, weil sie pausenlos unterwegs ist? „Nein, die kennen das gar nicht anders von mir!“
Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei: oder doch nicht? Prinz Marco: „Wir beginnen dann bereits mit den Planungen für die kommende Session!“ Der Bus hält ein letztes Mal. Erschöpft, aber glücklich verlassen abgekämpfte Römer den Wagen. „Moment! Wir müssen noch abschmücken!“ Feierabend!

13:38
also mich interessiert es. eine tolle session. glückwunsch!
08:28
sorry, muss natürlich heißen: si tacuisses...hab extra in wikipedia nachschaut....ich Halbwissender....
08:14
Hat der Mann keinen Beruf, der ihn ausfüllt? - Ob Prinz Marco oder Prinz Milky Way sich im Tanzen auf der Straße übt, interessiert wohl die wenigsten....weder auf englisch, auf deutsch oder türkisch.....si tacuisse.....
04:58
Hallo?
Geht es noch?
Ich dachte ich lebe in Deutschland und nicht in
England!
Jetzt schreiben schon die Zeitungen in englischer
Sprache!
Vielleicht sollte man sich mal überlegen, auch
noch eine Ausgabe in Arabisch raus zu geben!
19:24
Glückwunsch, Prinz Marco!
Ich habe noch nie so einen volksnahen Prinzen erlebt.
Er sang und tanzte mit seinem SUPER-TEAM.
Danke!!!