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Olgas-Rock im Zeichen der Loveparade-Tragödie

28.07.2010 | 17:57 Uhr
Olgas-Rock im Zeichen der Loveparade-Tragödie
Die Punkrock-Band No Use For a Name tritt bei Olgas Rock in Oberhausen auf.

Oberhausen.Die Tragödie bei der Loveparade in Duisburg hat auch Einfluss auf das Festival Olgas-Rock, das am 13. und 14. August im Olga-Park steigt. Kurzfristig war im Gespräch, das Ereignis abzusagen. Aus Pietäts-, nicht aus Sicherheitsgründen.

Kann man nur drei Wochen nach dem schrecklichen Ereignis von Duisburg zur Tagesordnung übergehen? Diese Frage stellten sich Verantwortliche der Stadt Oberhausen mit Blick auf das Olgas-Rock-Festival, das am 13. und 14. August wieder Tausende junge Leute begeistern wird. Es stand sogar die Überlegung im Raum, ob Olgas-Rock überhaupt stattfinden darf — aus Pietät-, nicht aus Sicherheitsgründen.

Die Verantwortlichen kamen zu dem Schluss: Das Festival, das im Kulturhauptstadtjahr auch ein Twin-Projekt ist, wird stattfinden. „Wir möchten die Veranstaltung durchführen, aber dabei auch einen klaren Bezug zu dem herstellen, was in Duisburg passiert ist“, sagte Stadtsprecher Rainer Suhr. Ganz bewusst wolle man auf die Ereignisse von Duisburg eingehen.

Organisiert wird Olgas-Rock vom städtischen Kulturbüro und Rocko e.V. Volker Buchloh, der Leiter des Kulturbüros, und Vertreter von Rocko e.V. haben sich bereits zusammengesetzt, um über Aktionen zu sprechen. „Wir haben da schon einige Ideen“, erklärte Suhr. Gemeinsam will man Anfang nächster Woche beraten, was genau an den beiden Festival-Tagen passieren soll, um die Katastrophe von Duisburg nicht außer Acht zu lassen. „Dabei wird auch die Veranstaltungssicherheit Thema sein“, so Suhr.

 

Der Stadtsprecher erinnerte noch einmal daran, wie schnell Oberhausen auf die Duisburger-Tragödie reagiert habe. Mit Hinweisen auf das Unglück bei allen Local-Hero-Veranstaltungen, Gedenkminuten und dem Kondolenzbuch, das Donnerstag zur Nacht der offenen Gottesdienste in der Jugendkirche Tabgha ausliegen wird.

Andrea Micke

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