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Neuer Weihbischof

Ohnmacht als Treueversprechen

11.09.2008 | 16:42 Uhr

Der gebürtige Oberhausener Pfarrer Ludger Schepers wird kommende Woche in Essen die Bischofsweihe empfangen.

Weihbischof Ludger Schepers (2.v.l.) mit Weihbischof Vorrath, Bischof Genn und Weihbischof Grave. Foto: Arnold Rennemeyer

Es war eine große Ehre, die dem Pfarrer Ludger Schepers in diesem Sommer zuteil wurde: Papst Benedikt XVI. ernannte den gebürtigen Oberhausener zum neuen Weihbischof in Essen. Die Bischofsweihe wird Ludger Schepers am Freitag, 19. September, im Essener Dom durch Bischof Felix Genn empfangen – beim Pontifikalamt muss er ein besonderes Ritual mitmachen, bevor er sein Amt antritt.

Die Weihe beginnt um 15.30 Uhr. Zelebriert wird sie von Bischof Genn und zahlreichen anderen Bischöfen aus dem Ruhrgebiet, darunter auch der Essener Weihbischof Franz Vorrath, der übrigens wie Ludger Schepers ebenfalls Oberhausener ist.

Dompropst Otmar Vieth verliest zunächst den päpstlichen Weihauftrag. Es folgt eine Predigt von Bischof Genn und das Treueversprechen von Schepers. Mit diesem sichert er zu, den katholischen Glauben treu zu bewahren und sein Amt als Weihbischof recht zu verwalten.

Bei einem Treuespruch allein bleibt es jedoch nicht – das Ritual sieht nämlich vor, dass sich Schepers vor dem Altar auf den Boden legen muss, um auf diese Weise seine eigene Unzulänglichkeit und Ohnmacht zum Ausdruck zu bringen. Im Anschluss daran legen Genn und die anderen anwesenden Bischöfe Schepers in der Weihebehandlung in Stille die Hände auf. Währenddessen wird das Weihegebet gesungen und das geöffnete Evangelienbuch auf das Haupt des Ernannten gelegt.

Zum Schluss wird Schepers von allen Bischöfen umarmt – als Zeichen dafür, dass er in das bischöfliche Kollegium aufgenommen wird.

ILIAS ABAWI

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