OGM verteidigt Kaufpreis für Center-Point

Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM), hat den als zu hoch kritisierten Kaufpreis des Center-Points vor Sterkrader Politikern verteidigt.

Die OGM soll den 1996 errichteten Rundbau in Sterkrade-Mitte für rund 560 000 Euro erwerben, nur um ihn dann abzureißen. Der Kaufpreis sei deshalb so hoch, weil man den derzeitigen Eigentümer, Fleischermeister Bernd-Josef Reuschenbach auch für einen noch 40 Jahren laufenden Nutzungsvertrag entschädige, sagte Schmidt bei einer Aktuellen Stunde am Donnerstagabend im Sterkrader Stadtteilparlament. „Herr Reuschenbach darf noch bis 2056 im Center-Point Wurst- und Fleischwaren verkaufen.“ Der Geschäftsmann sei beim Bau des Center-Points ein wirtschaftliches Risiko eingegangen, Kredite seien abzubezahlen. Auch dies sei in die ausgehandelte Summe eingegangen. Umgekehrt heißt das: Kauft die OGM den Center-Point nicht, könne er laut Nutzungsrecht nur zum Wurst- und Fleischverkauf genutzt werden.

Die SPD-Spitze forderte die OGM jüngst auf, den Kaufpreis neu auszuhandeln. Der Aufsichtsrat entscheidet darüber am Dienstag.