OGM-Chef zieht erste Konsequenzen

Der Millionenbetrug mit über 3000 Mobiltelefonen bei der Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) hat im Rathaus zu heftigen Diskussionen und vielen Gerüchten geführt. Die Stadtspitze trat zur Flucht nach vorne an: Um 15 Uhr stand OGM-Chef Hartmut Schmidt den Fraktionschefs Rede und Antwort. Dabei gab er nach Teilnehmerberichten auch ein Organisationsversagen zu. Bei der Telekom soll es ebenso eine Sicherheitslücke gegeben haben, die es den OGM-Bestellern einfach gemacht habe, Tausende Handys zu ordern. Erste Konsequenzen beim Controlling sind gezogen: Schmidt zeichnet jede Bestellung nun selbst ab. Die Linksfraktion erneuert ihre Forderung, die OGM wieder ins Rathaus zurück zu gliedern. Fraktionsvorsitzender Yusuf Karacelik: „Wir fordern, dass es personelle Konsequenzen gibt. Schmidt muss als Geschäftsführer der OGM Verantwortung tragen.“

Alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung mussten ihre Diensthandys melden. „Das haben viele schon gemacht, weil sie die Ermittlungen unterstützen wollen“, sagt Personalratschef André auf der Heiden. Was die Rathausmitarbeiter stört: „Weil zwei Menschen Bockmist gemacht haben, steht die ganze Stadtverwaltung öffentlich schlecht da.“