Oberhausens Stadt-Politik stimmt Revierpark-Fusion zu

Der Revierpark Vonderort soll künftig mit anderen Parks in einer Gesellschaft aufgehen.
Der Revierpark Vonderort soll künftig mit anderen Parks in einer Gesellschaft aufgehen.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Vonderort soll mit weiteren Anlagen in gemeinsamer Gesellschaft aufgehen. Runkler (FDP): Chronische Unterfinanzierung wird dadurch nicht behoben.

Oberhausen.. „Friss oder stirb“, mit diesen Worten kommentierte SPD-Fraktionschef Wolfgang Große Brömer die Wahl, vor die die Rats­politiker am Montag im Hinblick auf die Zukunft des Revierparks Vonderort gestellt wurden. Zur Abstimmung stand, ob Oberhausen der Verschmelzung der Revierparks Vonderort, Mattlerbusch, Nienhausen, Gysenberg und des Freizeitzentrums Kemnade zu einer neuen Gesellschaft zustimmen würde.

„Das Kernproblem der Revierparks, die chronische Unterfinanzierung, wird dadurch nicht gelöst“, formulierte Hans-Otto Runkler (FDP) seine Bauchschmerzen. Mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen, FDP, Bürgerliste und Karl-Heinz Mellis (Bündnis Oberhausener Bürger) wurde der Vorlage dennoch zugestimmt. Der Regionalverband Ruhr (RVR), der die Verschmelzung als Mitgesellschafter der Parks forcierte, musste sich dennoch Kritik gefallen lassen.

Einnahmesteigerung fraglich

Revierpark „Der RVR duckt sich weg“, attackierte Runkler den Regionalverband. Dieser müsse seinen finanziellen Spielraum ausnutzen, um in die Revierparks zu investieren. „Auf die Frage, ob der RVR den Einsatz erhöht, hat Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel im Hauptausschuss nicht geantwortet“, zeigte er sich verärgert. Er stellte in Frage, ob die erhoffte Einnahmesteigerung in Höhe von 900 .000 Euro jährlich durch die Verschmelzung der Gesellschaften realistisch sei. „Ich halte das für durchaus fraglich“, so Runkler.

„Die erhofften Synergieeffekte reichen bei weitem nicht aus, um die Revierparks auf eine stabile finanzielle Grundlage zu stellen“, machte Große Brömer ebenfalls seinem Unmut Luft. „Wir in Oberhausen haben unseren Revierpark nicht alleine gelassen.“ Durch den Kauf der maroden Eislaufhalle durch die Stadttochter OGM habe man dem Revierpark eine Last abgenommen. Er sieht viele Fragezeichen. „Wir werden genau nachverfolgen, was der RVR macht“, kündigte Große Brömer an.

Kritik und Bedenken

„So löblich die Idee einer stärkeren Kooperation der Revierparks ist, so falsch ist wieder einmal ihre Grundidee“, führte Martin Goeke (Linke Liste) große Bedenken bei der Fusion der Gesellschaften an. Da es keinen Bestandsschutz gibt, sei der Revierpark Vonderort weiterhin in Gefahr. Darum sei eine kommunale Trägerschaft eine Überlegung wert, so Goeke.

Trotz dieser Bedenken fand sich eine Mehrheit für die Fusion – ohne diese sei die Zukunft des Parks noch unsicherer. Weitere Städte müssen noch zustimmen.