Oberhausenerin malt Kunstwerke mit der Luftpistole

Mit diesem Bild nimmt die Airbrush-Künstlerin an der international besetzten Ausstellung „Frauenrechte“ teil.
Mit diesem Bild nimmt die Airbrush-Künstlerin an der international besetzten Ausstellung „Frauenrechte“ teil.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Trotz ihres anstrengenden Berufs ist Iris Maaß Meisterschülerin an der IBKK in Bochum. Airbrush-Kunstwerke mit 3-D-Effekt. „Fantasy ist meine Welt“.

Oberhausen..  Im Hauptberuf ist sie Krankenschwester. „Ich mache das gern, doch ich bin der Meinung, dass man das nicht bis zur Rente durchhalten kann“, sagt Iris Maaß. Ein Grund, sich ein zweites Standbein aufzubauen, womit sie vor ein paar Jahren begann, als sie einen Airbrush-Grundkurs besuchte und feststellte: Das ist mein Ding.

„Wir wollen es nicht bis zum Fotorealismus bringen“, hätten andere Kursteilnehmer damals gesagt. „Ich schon“, nahm sich Iris Maas vor, ließ Vorlagen Vorlagen sein und begann mit dem freihändigen Einsatz der erlernten Technik. Mit so großem Erfolg, dass sie an der IBKK in Bochum, dem Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie, einen Studienplatz erhielt und mittlerweile dort einmal pro Woche den Meisterkurs des in der Branche sehr anerkannten Reneé Maas besucht.

Dass Iris Maaß sich für Airbrush erwärmte, hat auch mit dem Beruf ihres Mannes zu tun. Er restauriert Simson-Motorräder und manch einer wünscht sich für so einen Oldtimer eben auch ein außergewöhnliches Design. Damit kann seine Frau dienen. „Ich setze ein komplettes Moped in Flammen“, freut sie sich schon auf ihr nächstes Projekt. Oder sie zaubert eine englische Fahne auf den Motorrad-Deckel, so, dass der Eindruck entsteht, es liege dort ein echtes Exemplar aus Stoff.

„Fantasy ist meine Welt“, erklärt Iris Maaß, warum sie Drachen sammelt und natürlich auch gern als Motiv mit ihrem „Luftpinsel“ sprüht. Dass Fantasy zur Zeit in ist, beschert der Airbrush-Expertin Auftragsarbeiten. Mit der Spritzpistole erzielt sie Chrom- oder Messingeffekte. „Man muss die Spiegelung reinbringen, das ist die Herausforderung. Mit Airbrush kommt man schon fast an Drei-D-Bilder heran.“

Iris Maaß ist auch eine Freundin der großen Formate. Zweimal 1,60 Meter groß ist ihr Bild, mit dem sie die Teilnahme an der Ausstellung „Frauenrechte“ gewann, und darauf ist sie stolz. „Es ist ein riesiges Projekt mit internationaler Beteiligung.“ Noch steht das Bild in ihrem Atelier, das sich in der obersten Etage des Hauses an der Bahnhofstraße in Sterkrade befindet, wo sie und ihr Mann wohnen und arbeiten. „Die Ausstellung wird am 6. Juni von Farah Diba Pahlavi eröffnet, der letzten Kaiserin von Persien, und am 13. Juni noch einmal für die Öffentlichkeit.

Ein großartiges Kunstwerk ist die verschleierte Frau, die Iris Maas in Mischtechnik, Acryl plus Airbrush, auf die Leinwand gezaubert hat. Doch sie hat bereits das nächste Großprojekt im Visier, die Darstellung einer Sonnenexplosion im Weltall.