Oberhausener Stuckateur macht das Zuhause richtig schön

Stuckateur Meister Carsten Messerschmidt vor seinem Haus an der Mellinghofer Straße. Viele Leute bleiben davor stehen, weil es so amerikanisch ist.
Stuckateur Meister Carsten Messerschmidt vor seinem Haus an der Mellinghofer Straße. Viele Leute bleiben davor stehen, weil es so amerikanisch ist.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Oberhausener Stuckateurmeister Carsten Messerschmidt verschönert mit seinem Team die Zuhause der Menschen.

Oberhausen.. Vielleicht möchten Sie etwas Besonderes aus Ihrem Haus, Ihrer Wohnung machen und wissen aber nicht so recht was und wie. Dann sollten Sie sich unter Umständen einmal an Carsten Messerschmidt wenden. Der 48-Jährige führt einen Stuckateurmeisterbetrieb und bietet auch Brandschutzservice an. Das hört sich zunächst gar nicht so spannend an. Aber sobald man das Haus der Familie Messerschmidt an der Mellinghofer Straße 247 sieht, weiß man, dass da jemand mit Ideen am Werk ist.

Das Haus ist ganz im amerikanischen Stil gehalten. Mit blauer Holzverkleidung im unteren Bereich, Holzveranda und Fahne. Ein Blickfang, den viele Vorbeifahrende aus dem Autofenster heraus fotografieren. Messerschmidts, USA-Fans, haben ihr Zuhause extra so auffällig gestaltet, weil das ihre Werbung ist.

Innen im Haus zeigt sich dann, dass Carsten Messerschmidt der gelernte Baukunst- und Schmiedeschlosser und Stuckateurmeister weitaus mehr Fertigkeiten drauf hat, als das bloße Erstellen von Wänden. Der Oberhausener beherrscht sie noch, die Fertigung von Gesimsen, Balustraden, Rosetten, Kapitellen, römische Dekortechnik, den Quader- oder Fliesenputz in realistischer Steinoptik oder auch Spachteltechniken.

Viele Kunden möchten beraten werden

Carsten Messerschmidt hat in seinem Haus viele Akzente gesetzt, ein Regal mit Putz umrahmt, eine Wand mit Spachteltechnik gestaltet, sein Badezimmer sehr kunstvoll gefliest, das Geländer im Treppenhaus selbst geschmiedet und im Wohnraum eine Holzdecke, die nur von Kupferrohren gehalten wird.

Messerschmidt und seine drei Mitarbeiter, zu denen ein Schreiner gehört, haben unter anderem auch in Mülheim das Bootshaus umgebaut. „Das steht unter Denkmalschutz, da war viel zu beachten“, sagt der Fachmann. Eine Villa in Bottrop haben sie komplett gestaltet. Vor zwei Jahren arbeiteten sie in einem Haus in Haltern, das einen Wasserfall erhielt. „Jetzt wollen die Leute einen Wellness-Bereich und alles fürs Alter umbauen lassen“, freut sich Messerschmidt über einen neuen Auftrag. Was ihn auch freut: „Unsere Kunden kommen wieder.“ Weil der Meister auch mit einem Elektriker und einem Sanitärfachmann zusammenarbeitet, kann er seinen Kunden eben auch viel mehr an Leistungen bieten, als es ein bloßer Stuckateur könnte, sagt er.

„Viele Kunden möchten beraten werden, möchten unsere Ideen hören“, sagt Messerschmidt. Sie gingen auf Wunsch sogar mit ihnen Fliesen aussuchen und kaufen. Meist sei die kreative Gestaltung von Wohnraum gar nicht viel teurer. „Wir sind alle mit Herzblut dabei“, sagt er über sich und seine Mitarbeiter.

Ausbildung zum Kaufmann absolviert

Carsten Messerschmidt hat in Oberhausen bei Viefhaus gelernt. Anschließend arbeitete er einige Jahre im Gerüstbau. Dann wechselte er zum Brandschutz. „Das habe ich 20 Jahre gemacht“, sagt er. Dort war er zuletzt Projektleiter. Seine Arbeit führte zum Düsseldorfer Flugplatz nach dem großen Brand dort. Er leitete außerdem Brandschutzprojekte in der Schalke-Arena oder in der Köln-Arena.

Neben der Arbeit machte Messerschmidt seinen Stuckateurmeister, den Ausbilderschein und eine Ausbildung zum Kaufmann. Als dann das Brandschutzunternehmen pleite ging, wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit.

Seit zehn Jahren bietet Casten Messerschmidt seinen Kunden jetzt langjährige Erfahrungen Brandschutz, Innenausbau, Stuck und Putz. Und er wirbt: „Sie haben das Haus, wir die Ideen.“ „Sie haben Ideen, wir setzten sie um.“