Oberhausener Stadthalle sucht neuen Pächter

Der bisherige Geschäftsführer der Stadthalle, Hartmut Schmidt, verspricht den Vereinen mit ihren Traditionsveranstaltungen (hier die Sportgala), dass sie auch künftig unter einem anderen Betreiber bevorzugt behandelt werden.
Der bisherige Geschäftsführer der Stadthalle, Hartmut Schmidt, verspricht den Vereinen mit ihren Traditionsveranstaltungen (hier die Sportgala), dass sie auch künftig unter einem anderen Betreiber bevorzugt behandelt werden.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Geschäftsführer Hartmut Schmidt sieht Congress-Centrum Luise-Albertz auf einem guten Weg. Traditionsvereine sollen die Räume auch künftig bevorzugt mieten dürfen. Keine höheren Mieten.

Oberhausen.. Nach einigen sehr schwierigen Jahren hat sich die Lage der Stadthalle, die neuerdings ja Congress Centrum Oberhausen (CCO) Luise-Albertz heißt, nach Angaben ihres Geschäftsführers Hartmut Schmidt stabilisiert. Betrachtet man mal nicht den jährlichen Zuschuss von über einer Million Euro für überwiegend alte Lasten, erwirtschaftet das Management der Halle im vergangenen Jahr aus dem laufenden Kerngeschäft einen Überschuss von 71.000 Euro. 2015 werden 74 000 Euro angepeilt.

Für die anstehende Neuausrichtung beim Betrieb der Halle sei das Congress Centrum auch wegen einiger Verschönerungen jetzt gut gerüstet, bilanzieren Schmidt und Kämmerer Apostolos Tsalastras.

Abi-Bälle bringen Umsatz

Bis September werden Schmidt sowie die Aufsichtsratsvorsitzende Sonja Bongers (SPD) und ihr Vize Klaus Dieter Broß (CDU) Gespräche mit Unternehmen führen: Entweder sollen sie nur die Hallengastronomie betreiben oder mit ihr auch das Veranstaltungsmanagement übernehmen. Der Rat der Stadt hatte beschlossen, für beide Optionen ein Vergabeverfahren einzuleiten. Nach der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Juni folgt die Ausschreibung. Die SMG, die neben der Arena am Centro in Oberhausen weltweit 76 weitere Hallen betreibt, habe sich schon als Interessent gemeldet, weitere würden folgen.

Folgende Bedingungen sind festgeschrieben: Vertragslaufzeit vier Jahre, eine Verlängerungsoption für den Rat, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die sechs Mitarbeiter bis Ende 2019.

Wichtig für die Traditionsveranstaltungen wie etwa Karnevalssitzungen, Sinfoniekonzerte oder Konzerte Oberhausener Chöre: Sie sollen in den Veranstaltungskalendern vorrangig behandelt werden und müssen in den nächsten Jahren keine höheren Kosten für die Hallenanmietung befürchten.

Technische Ausrüstung soll ergänzt werden

Schmidt, der vor drei Jahren die Position eines unbezahlten Geschäftsführers übernommen hat und den Job Ende des Jahres aufgibt, verweist auf die Vielzahl von Veranstaltungen, für die die Halle im vergangenen Jahr gebucht wurde: Besten-Ehrung der IHK, GEA Aktionärshauptversammlung, Uni-Prüfungen, Verdi-Konferenz, zentrale Aufnahmeprüfung der Universität Heidelberg, medizinische Fakultät. „Hinzu kommen die vielen Abi-Bälle, auch von Schulen aus Mülheim und Essen. Die brachten uns einen Umsatz von rund 80.000 Euro.“

In die Modernisierung sei in den vergangenen Jahren viel investiert worden. Bis zum Sommer werde die Bühne im Saal Berlin geprüft. Der Auftrag zur Reparatur soll dann bis Ende August abgeschlossen sein, so dass die Bühne zur nächsten Session wieder belastbar ist. Die technische Ausrüstung wird ergänzt.