Oberhausener setzen Zeichen gegen Rassismus

Ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz wollen nun auch einige Oberhausener Gruppen setzen. Linke Liste, Antifa sowie das globalisierungskritische Netzwerk Attac rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich querzustellen.

Zwar ist die Demonstration der sogenannten HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) am Sonntag, 18. Januar, polizeilich verboten und abgesagt worden. Dennoch hat das Bündnis „Essen stellt sich quer“ zu einer Demonstration gegen Rassismus und für ein friedliches Miteinander aufgerufen. Daran beteiligen sich Mitglieder der Oberhausener Antifa und der Linken Liste. „Um den vielen interessierten Menschen, explizit auch denjenigen mit wenig Demonstrationserfahrung, etwas mehr Sicherheit bei der Anreise zu der Gegendemonstration zu geben, empfehlen wir eine gemeinsame Anreise“, heißt es in einer Pressemitteilung der Antifa.

Auf Hinweise achten

Doch bereits vorher wollen die Demonstranten in Oberhausen ein klares Zeichen gegen Rassismus, HoGeSa und Pegida setzen und rufen alle Oberhausener dazu auf, sich an einer kurzen Kundgebung um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof zu beteiligen. Wer möchte, kann sich anschließend der Gruppe zur Weiterfahrt nach Essen anschließen. „Wir rufen alle demokratischen Kräfte, insbesondere aus Sport, religiösen Gemeinschaften, Gewerkschaften und Politik in Oberhausen dazu auf, gemeinsam nach Essen zu fahren und ein klares Zeichen gegen rassistische Hetze zu setzen“, heißt es in der Presseerklärung. Für alle, die noch einige Teilnehmer mobilisieren möchten: Die Linke Liste hat auf ihrer Facebook-Seite eine Veranstaltungseinladung, die an Facebook-Freunde gesendet werden kann.

Auch das Netzwerk Attac, das sich vor kurzem in Oberhausen gegründet hat, beteiligt sich an einer Gegendemonstration und ruft die Oberhausener zur Teilnahme auf.

Die Gruppe „Pegida NRW“ plant für Montag, 19. Januar, in Duisburg einen ihrer „Spaziergänge“, um ihre teils rassistischen und rechtspopulistischen Parolen zu verbreiten. Attac Oberhausen unterstützt den Aufruf der „Duisburger Aktionsgemeinschaft – Wir sind Duisburg“ zur Gegendemonstration. Die Demo unter dem Motto „Für Toleranz und Zivilcourage in Duisburg – Gemeinsam gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit“ startet um 18.30 Uhr auf dem Opernplatz vor dem Duisburger Stadttheater an der Neckarstraße 1. Auch in Duisburg will die Antifa vertreten sein.

Es sind noch zwei weitere Demos in Duisburg am Life Saver (initiiert von der Initiative gegen Duisburger Zustände) und am Kuhtor (Netzwerk gegen Rechts) geplant. Es wird empfohlen, auf aktuelle Ankündigungen zu achten.