Oberhausener Polizist bei Anschlag in Kabul verletzt

Afghanische Polizisten am Ort des Anschlags in Kabul.
Afghanische Polizisten am Ort des Anschlags in Kabul.
Foto: Jawad Jalali
Was wir bereits wissen
Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Mitarbeiter der EU-Polizeimission Eupol mit in den Tod gerissen.

Kabul.. Ein Selbstmordattentäter hat in der Nähe des Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul einen britischen Mitarbeiter der EU-Polizeimission Eupol mit in den Tod gerissen. Unter den drei bei dem Anschlag am Sonntag verletzten Eupol-Mitarbeitern sei auch ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen, teilte das Innenministerium in Düsseldorf mit. Zwei afghanische Zivilistinnen kamen bei der Detonation ebenfalls ums Leben, wie Polizeisprecher Ebadullah Karimi sagte. 18 weitere afghanische Zivilisten - darunter drei Kinder - seien verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Hauptkommissar (51) aus Oberhausen bei Anschlag verletzt

Bei dem verletzten Deutschen handelt es sich um einen 51 Jahre alten Hauptkommissar aus Oberhausen. Der Attentäter sprengte sich in einem Auto in die Luft. Eupol teilte mit, dass eines ihrer Fahrzeuge mit vier Insassen angegriffen wurde. Ein Insasse sei getötet worden. Bei den anderen drei Mitarbeitern gehe man davon aus, dass ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich seien.

Auslandseinsatz Nach Eupol-Angaben handelte es sich bei dem Toten um einen ausländischen Vertragsarbeiter, der kein Deutscher war. Nähere Angaben zur Nationalität machte ein Eupol-Sprecher auf Nachfrage nicht. Das britische Außenministerium meldete den Tod eines Briten bei dem Anschlag. Eine Sprecherin sagte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich um den Eupol-Mitarbeiter handele.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger verurteilte den Anschlag. "Es zeigt sich leider wieder, wie gefährlich die Situation in Afghanistan nach wie vor ist. Zugleich wird aber deutlich, dass die afghanischen Sicherheitskräfte weiter die internationale Unterstützung im Kampf gegen den Terror brauchen." (dpa)