Oberhausener Polizei entlarvt Einbrecherbande

Diebesgut zeigen Ralf van Es und Thomas Jung von der Polizei Oberhausen.
Diebesgut zeigen Ralf van Es und Thomas Jung von der Polizei Oberhausen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die mutmaßlichen Täter wurden von Kriminalbeamten der Oberhausener Polizei monatelang beobachtet und schließlich in Köln festgenommen.

Oberhausen.. Ohne einen aufmerksamen Zeugen hätte es keine Einsatzkommission „Löwe“ des für Einbrüche zuständigen Oberhausener Kriminalkommissariates 11 gegeben, wären nicht zehn mutmaßliche Wohnungseinbrecher festgenommen worden. So aber konnte ein ganzer Einbrecherring in Köln ausgehoben und Diebesgut im Wert von 350.000 Euro sichergestellt werden. Detlef Stein, Leiter des KK 11, sagt deshalb: „Wir brauchen Hinweise von Bürgern.“

Dem Zeugen in diesem Fall waren am 29. November des vergangenen Jahres in der Abenddämmerung verdächtige Personen am Kaplan-Küppers-Weg aufgefallen. „Die Polizei ist da hin“, erzählte am Donnerstag der Löwe-Leiter, Kriminalhauptkommissar Ralf van Es. Die Verdächtigen saßen schon wieder im Auto und setzten zu einer rasanten Flucht an. Sie fuhren so schnell, dass die Polizei das Auto nicht anhalten konnte. Hinter Mülheim-Winkausen verließen sie den Wagen und waren verschwunden.

Nun begann die akribische Arbeit der Kriminalpolizei, später der EK „Löwe“, der neben Ralf van Es noch Kriminaloberkommissar Thomas Jung und Kriminalkommissarin Katrin Marzioch angehörten. „Ermittlungen rund um das Fahrzeug führten uns zu der Kölner Tätergruppe“, sagt van Es.

Schlag gegen Wohnungseinbrecher gelungen

Der weitere Einsatz der Oberhausener Ermittler lief dann verdeckt ab. „Schlüssel des Verfahrens waren Mobilfunkdaten, die uns zu den Tätern führten“, erklärt van Es. Den Tätern, Südosteuropäern, die schon lange in Deutschland leben oder sogar hier geboren sind, werden bislang 40 Straftaten zur Last gelegt. „Sie sind sehr routiniert und professionell vorgegangen“, schildert van Es. Eingebrochen wurde in ganz NRW, zweimal in Oberhausen. Gestohlen wurden meist Schmuck und Geld.

Mit der Festnahme der neun mutmaßlichen Täter gelang der Polizei ein weiterer Schlag gegen Wohnungseinbrecher. Erst Dienstag waren von der Duisburger Polizei zwei Albander, 30 und 38 Jahre alt, in Oberhausen festgenommen worden. Die beiden Männer hatte die Polizei in Oberhausen auf frischer Tat ertappt. Ihnen werden 30 Einbrüche zur Last gelegt. Gegen die Albaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland, die jetzt in Untersuchungshaft sitzen, hatte das Duisburger Einsatzkommando „Columbus“ ermittelt. Unter den Mitgliedern von „Columbus“ war auch ein Oberhausener Kriminalbeamter.

Überregionale Zusammenarbeit gerade auch in Sachen Wohnungseinbruch ist bei der Polizei nicht ungewöhnlich. Dazu gibt es im Land sogar eine Aktion, die „Motiv“ genannt wird.