Oberhausener Muslime verurteilen jede Gewalt

Geschockt und empört reagierten Oberhausener Parteien- und Gesellschaftsvertreter auf das brutale Attentat in Paris gegen Journalisten von „Charlie Hebdo“.

Recep Kocaoglu, Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Gesellschaft: „Wir Muslime in Oberhausen distanzieren uns von jeder Gewalt, unabhängig davon, von wem sie ausgeübt wird, und verurteilen diese aufs schärfste. Gewalt ist unmenschlich. Unser Mitgefühl gilt den Weggefährten und Hinterbliebenen der auf barbarische Weise ermordeten Journalisten. Diese Leute, die so etwas tun, können weder mit dem Islam noch mit irgendeiner Religion etwas zu tun haben. In allen drei Weltreligionen ist das Morden verboten. Umso schrecklicher ist es, zu verkünden, solch eine abscheuliche Tat im Namen Allahs zu tun. Leider werden so alle Muslime, die friedlich leben, unter Generalverdacht gestellt.“

Die Oberhausener Grünen werten „dieses menschenverachtende Blutvergießen“ auch als Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. „Dieser grausame Akt darf jedoch nicht zur Verkapselung unserer Grundwerte führen, zu denen neben der freien Meinungsäußerung ebenso die religiöse Freiheit zählt.“

Die scharfe Abgrenzung des Rates der Muslime in Frankreich von diesem Verbrechen wird von den Grünen als Zeichen gesehen, dass die große Mehrheit der Muslime Gewalt ablehnt. Die Grünen befürchten aber, die Tat werde politisch missbraucht, um die Islamfeindlichkeit anzuheizen.