Oberhausener Kinder besuchen „ihr“ Pony

Ponydame Fiffy ließ sich geduldig von den vielen kleinen Kindern streicheln, für die der Umgang mit einem Pferd ganz neu war.
Ponydame Fiffy ließ sich geduldig von den vielen kleinen Kindern streicheln, für die der Umgang mit einem Pferd ganz neu war.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die kleine Pony-Dame Fiffy im Tiergehege im Kaisergarten zeigte sich sehr geduldig, als sie Besuch von einer Horde unter Dreijähriger bekam.

Oberhausen.. Ein Sack voller Flöhe ist nichts gegen mehrere Grüppchen unter Dreijähriger, wenn die das Tiergehege am Kaisergarten unsicher machen. Ponydame Fiffy bewies am Donnerstag jedenfalls eine Engelsgeduld, als viele kleine Hände sie betatschten und ungelenk mit Bürsten über das Fell der Stute strichen.

Aber wieso hatte Fiffy überhaupt Besuch von so vielen kleinen Jungen und Mädchen. Tagesmutter Roswitha Seiler, die mit ihrer „Rasselbande“ im Tiergehege unterwegs war, erzählte, wie es dazu kam. „Wenn eine Gruppe ein Patentier hat, bekommt sie einmal im Jahr ein Sonderführung“, erklärte Seiler. Diese Möglichkeit nutzte sie zusammen mit den Tagesmüttern Sonja Bodewein, Anja Strottmann, Nicole Dietz und Silke Preuss, deren Gruppen so putzige Namen haben wie „Sonjas Zwergenstube“, „Anjas Bimmelbahn“, „Klitzeklein“ oder „Die kleinen Käfer“. Die Tagesmütter, die jeweils fünf Kinder betreuen, treffen sich auch so regelmäßig. Und am Donnerstag nun bei strahlendem Sonnenschein im Kaisergarten.

Nie von hinten ans Pferd rangehen

„Eigentlich machen wir die Patenführungen erst ab vier Jahren und dann machen es auch die Tierpfleger“, erklärte Zoologin Stephanie Winkendick, die sich um die Zooschule kümmert, an diesem Tag aber die Aufgabe übernommen hatte, die winzigen Paten vorsichtig an die Ponydame heranzuführen.

Denn wer sich einem Pferd nähert - und sei es noch so klein und niedlich - muss Ratschläge beherzigen. Der wichtigste: „Nie von hinten ans Pferd rangehen“, warnte Winkendick. Denn wenn Fiffy das Streicheln doof fände, könnte sie auch schon mal austreten. Also, immer von vorne streicheln und dem Pferd die flache Hand hinhalten. Füttern durften die Kleinen das Pony gar nicht, weil auf der Weide nebenan weitere Ponys standen und die Tiere untereinander futterneidisch sind.

Fiffy, die ein bisschen verstrubbelt mit lustigen Heu-Halmen im Schopf, aus dem Stall geführt wurde, zeigte sich aber lammfromm. Geduldig ließ sie sich von vielen kleinen Händen streicheln und striegeln. Und schließlich zogen die kleinen Zweibeiner weiter zu den Kaninchen - den nächsten Streichelanwärtern.