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Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden

22.08.2013 | 08:00 Uhr
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Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
Der stetig steigende Strompreis verärgert nicht nur EVO-Kunden: Ein Bürger kritisiert unnötige Kosten bei der Verwaltung.Foto: Denise Ohms (Fotomontage)

Oberhausen.  Ein Kunde der EVO erhielt eine Rechnung über 27 Cent. Er übt daher Kritik an unverhältnismäßigen Verwaltungskosten des Energieversorgers. Treiben diese den Strompreis in die Höhe? Die EVO sagt: „Eine Schlussrechnung muss sein“ - egal wie niedrig ihr Betrag ist.

Da staunte Oswald Schmidt (Name geändert) wie vom Blitz getroffen, als kürzlich die Schlussrechnung des lokalen Energieversorgers EVO durch den Briefkastenschlitz flatterte. Sage und schreibe 27 Cent forderte das Unternehmen von dem Oberhausener nach – fällig zum 24. August. „Den detaillierten Berechnungsnachweis finden Sie in der Anlage“, erläuterte das Schreiben die Abrechnung auf drei beigefügten Seiten Papier.

23 Cent plus 4 Cent Mehrwertsteuer – das entspricht in etwa einer Kilowattstunde Strom, die Schmidt im Zeitraum von neun Tagen verbraucht haben soll. Der wiederum wundert sich über die Nachforderung an sich, „weil das ganze Schreiben doch schon viel mehr kostet als der eingeforderte Betrag.“

Das 20-fache des Betrags

Und er rechnet vor: Wenn ein Mitarbeiter – der womöglich 20 Euro die Stunde verdient – mindestens 15 Minuten mit dem Verfassen, Ausdrucken, Kuvertieren und Verschicken beschäftigt ist, kommt Schmidt unterm Strich auf ein Sümmchen von mindestens fünf Euro für das EVO-Schreiben. Das erforderliche Papier, den Umschlag, den Druck und das Porto mal nicht mitgerechnet.

Doch das ist längst noch nicht alles: Weitere 60 Cent Überweisungskosten plus investierte Zeit hat der Oberhausener schließlich selbst zu leisten, um die geforderten 27 Cent an den Energieversorger zu bezahlen. Alles in allem dürfte allein dieser Vorgang nicht weniger als sechs Euro gekostet haben. Und damit mehr als das 20-fache der Forderung.

„Es kann sich doch nur um einen Schildbürgerstreich handeln“, findet Oswald Schmidt, und fügt mit Augenzwinkern hinzu: „Kein Wunder, dass die EVO ihre Strompreise erhöhen muss – wohl um ihre Verwaltungskosten decken zu können.“

Rechnung ja, Mahnung nein

Eine Posse?, fragt sich Schmidt. „Nein“, widerspricht die Pressesprecherin der EVO Birgit Konopatzki. „Es gibt bei einer Schlussrechnung keine Untergrenze, ab der wir sie nicht verschicken würden.“ Schließlich gehöre zu einem Ende eines Vertrags immer auch eine ordnungsgemäße Bestätigung, an der man nicht sparen könne. „Die geht unabhängig von dem nachgeforderten Betrag immer raus – wir behandeln alle gleich. Und der Kunde wartet auch darauf“, begründet dies die EVO-Sprecherin. Der Aufwand für das Personal und die Kosten seien in diesem Fall nicht ausschlaggebend.

Allerdings, das räumt auch Konopatzki ein, erspare sich das Unternehmen bei besonders geringen ausstehenden Summen, den Betrag nachzumahnen – aus Kostengründen.

Dennis Vollmer

Kommentare
23.08.2013
19:46
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.08.2013
20:08
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von knueppeljunge | #16

Ja und.

Ist doch korrekt. Ein Guthaben hätte der Mann doch auch zurückverlangt. Und auf eine Rechnung würde ich nie verzichten.

Die Rechnungsstellung ist ein Massenvorgang - Edv-gesteuert (bis hin zum Versand). Soll tatsächlich ein Mitarbeiter sich alle Rechnungen einzeln ansehen und dann den Kunden einzeln mitteilen: Sie bekommen keine Rechnung, die Abschläge passen schon?

22.08.2013
19:10
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von lotto | #15

Was hätte Herr Schmidt getan , wenn er 27 Ct. zuviel bezahlt hätte und die EVO keine Endabrechnung schicken würde ? Korintenk..... sterben eben nie aus.

22.08.2013
18:30
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von Meinlieberscholli_0 | #14

Ich kann auch rechnen:
127.000 Kunden hat die EVO
Wenn die jetzt für jede Rechnung 15 Minuten benötigen, wären das 1.905.000 Minuten.
Das wären 31.750 Stunden, also 1322 Tage. (3,5 Jahre)
Bei dem Stundenlohn von geschätzten 20€ belaufen sich die Kosten für die Rechnungserstellung alleine auf 635.000€
Selbst wenn JEDER der 500 Mitarbeiter sich damit beschäftigen würde, müssten dafür schon 63,5 Stunden aufgebracht werden.
Das sämtliche Mitarbeiter in der Verwaltung arbeiten, kann man aber bezweifeln.

1 Antwort
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von nameerforderlich | #14-1

Es geht zum Glück nur um eine Rechnung. Das schaffen die.

22.08.2013
18:19
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von Autobahnraser | #13

Tja, ich würde sagen, 12:0 für EVO ;)

1 Antwort
Null?
von Knovnika | #13-1

Na, den ersten Kommentar könnte man auch mit etwas Wohlwollen in Richtung Oswald Schmidt deuten, seien wir mal nicht so. ;-)

22.08.2013
17:39
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von manshadow | #12

Ganz offenbar hat Oswald Schmidt zu viel Zeit, sonst würde er nicht solche Milchmädchen-Rechnungen aufstellen.

Er könnte seine Zeit ja mal damit verwenden, sich eine Bank zu suchen, die keine Überweisungsgebühren berechnet.

1 Antwort
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von Revierwolf | #12-1

Was muss dieser Oswald Schmidt doch für ein armes Würstchen sein, dass er nichts Besseres zu tun hat, als mit so einem Schwachsinn zur Zeitung zu rennen. Wehe, die EVO hätte 27 Cent zu viel berechnet - dann hätte er aber sofort einen Anwalt, weitere Zeitungen, das Fernsehen und sonst wen eingeschaltet...

22.08.2013
17:26
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von santabarbara | #11

Es gilt weiter bei der WAZ die Gleichung:

ein zufriedener Querluant mehr = ein zufriedener Abonnent mehr

22.08.2013
17:21
Posse?
von Knovnika | #10

Natürlich muss eine ordentliche Schlussrechnung sein. Punkt.

Und ich will mal die Einstufung als "Posse" darauf beziehen dass so ein Klugsch... von Kunde aus Unkenntnis den Lauten macht und nicht etwa weil es verkehrt wäre Rechnungen über geringe Beträge auszustellen.

22.08.2013
16:55
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von zwergschatten | #9

als nächste schlussrechnung würd ich dem beschwerdeführer nur ein leeres blatt mit den worten "passt scho!" zukommen lassen. mal sehen, wieviel aufwand er dann wieder betreibt, um in die zeitung zu kommen. das sommerloch gähnt nach wie vor. hoffentlich ist bald herbst.

22.08.2013
16:24
Oberhausener EVO verschickte Rechnung über 27 Cent an Kunden
von Jorgel | #8

Natürlich erfolgt die Rechnungsstellung beim EVO vollautomatisch. Deshalb ist die Berechnung eines Kunden, der keine Ahnung von den tatsächlichen Abläufen hat, auch vollkommen irrelevant.

Außerdem ist die Rechnungsstellung des EVO nach Abschluss des Vertrages vorgeschrieben. Dabei geht es gar nicht um die Endsumme, sondern um die Information auf welchen Einzelfaktoren die Rechnung besteht. Also um die Kontrolle des Kunden, ob die Rechnung zu Recht ausgestellt wurde...

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