Oberhausener Brautpaare schätzen Mülheim

Nur wenige Meter hinter der Mülheimer Stadtgrenze liegt das Schloss Styrum – eine bei Oberhausener Brautpaaren sehr beliebte Adresse, um den schönsten Tag im Leben zu feiern.

Auch andere Örtlichkeiten in der Nachbarstadt Mülheim erfreuen sich besonderer Beliebtheit. „Ambiente-Trauungen“ nennt das die Leiterin des Mülheimer Standesamtes, Elisabeth Condipodaro Marchetta. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 1052 Eheschließungen – davon kamen 319 Paare aus anderen Städten. 2013 waren die Zahlen ähnlich: 991 Eheschließungen gab’s insgesamt, darunter 574 Ambiente-Trauungen, beinahe ein Drittel der Paare, nämlich 318, kam aus anderen Städten.

Dieser „Hochzeits-Tourismus“ dürfte mit den besonderen Mülheimer Örtlichkeiten zusammenhängen, die für ein unvergessliches Umfeld sorgen. Das Mülheimer Standesamt führt Trauungen im Turm der Camera Obscura durch, im Aquarius Wassermuseum (in der ehemaligen Kapelle vom Schloss Styrum) und im historischen Ambiente von Schloss Broich (Wappenzimmer oder Rittersaal). Wer eine Beziehung zum Wasser hat, kann sein Ja-Wort auf einem Schiff der Weißen Flotte geben. Oder in einer historischen Straßenbahn der Mülheimer Verkehrsgesellschaft.

Die bei Brautleuten so beliebten luftigen Trauungen im Park der Residenz Uhlenhorst kann das Standesamt in diesem Jahr allerdings nicht anbieten – vorerst. Die Amtsleiterin erklärt das mit der Personalsituation: Fünf Standesbeamtinnen und drei Standesbeamte hat die Stadt, eine Kollegin geht demnächst in die Altersteilzeit.

Trauungen unter freiem Himmel werden dennoch weiterhin angeboten: im Garten von Schloss Styrum, wo die Gäste auf den Stuhlreihen neben dem Teich sitzen, das Brautpaar erhöht auf dem Vorsprung unterhalb der Terrasse.

Wenn es wieder acht Standesbeamte in Mülheim gibt, soll die Residenz Uhlenhorst auch wieder ins Programm aufgenommen werden, sagt Amtsleiterin Elisabeth Condipodaro Marchetta.