Das aktuelle Wetter Oberhausen 15°C
Menschen

Oberhausener berichtet für RTL aus Hollywood

21.02.2013 | 18:26 Uhr
Auch bei den Golden Globes war Frank Fastner im Einsatz und interviewte Hollywoodgröße Brad Pitt.Foto: Privat

Oberhausen.  Der Oberhausener Frank Fastner arbeitet als Auslandskorrespondent für RTL. Seit 13 Jahren lebt er in Los Angeles und interviewt Stars wie Arnold Schwarzenegger oder Brad Pitt auf dem roten Teppich. An seine Heimatstadt denkt er auch in Hollywood noch oft: Vor allem kulinarisch fehlt ihm Oberhausen.

Auf der Harley mit Schwarzenegger, mit Michael Schumacher Ferrari fahren und mit U2 ein paar Bierchen zischen - unvergessliche Momente für Frank Fastner. Der gebürtige Oberhausener arbeitet als Auslandskorrespondent für den Fernsehsender RTL und lebt dafür in Los Angeles.

Fastner hält nichts davon, seinen Träumen hinterher zu hängen. Deshalb lebt und arbeitet er seit 13 Jahren in der Stadt der Engel. Um dort hinzukommen, gab er sogar seinen Posten als leitender Redakteur des RTL-Magazins „Exclusiv“ auf und wagte sich in ein Arbeitsleben als Freiberufler.

Schon als Jugendlicher zog es den heute 48-Jährigen oft ins Ausland, obwohl er eigentlich für immer in Oberhausen bleiben wollte. Dann kam der erste Urlaub in einer Jugendfreizeit und die Heimatstadt war schnell vergessen. „Durch die viele Reiserei hat sich dann der Wunsch entwickelt, auch mal im Ausland zu leben.“

Tochter soll zweisprachig aufwachsen

Dass es nach L.A. gehen würde, war ihm sofort klar. „Frauke Ludowig und ich waren viel in den Staaten, zweimal bei Arnold Schwarzenegger für längere Dokumentationen, jedes Jahr zu den Oscars. Da habe ich gemerkt: Hier muss ich noch mal für länger hin.“

Wieder nach Deutschland zu ziehen, kann sich der 48-Jährige schon vorstellen, momentan hänge sein Herz aber an L.A., alleine schon wegen seiner zweijährigen Tochter Amélie. „Wir möchten ihr die Möglichkeit geben, zweisprachig aufzuwachsen.“

Wenig Zeit zum Durchatmen

Zudem ist der Beruf als Auslandkorrespondent für einen der bekanntesten deutschen TV-Sender nicht die schlechteste Wahl. Neben dem Führen von Interviews mit Showgrößen stehen täglich Konferenzen mit RTL-Formaten wie Explosiv oder Punkt 9 auf dem Plan, Besuche bei Produktionen sowie Büroarbeit. Zeit zum Durchatmen bleibt Fastner wenig. „Unzählige Abende und Wochenenden im Jahr zu arbeiten, dadurch verpasst man viele Familienfeiern, Geburtstage.“

Die Oscar-Nominierten 2013

An seinem beruflichen Ziel angekommen, ist der Familienvater noch nicht. „Mir schwirren noch ein paar Ideen im Kopf, aber im Moment bin ich mit meinem Job ausgelastet.“

Riesen-Schaschlik-Spieße vom Rathaus-Grill fehlen Fastner

Aufgeregt ist er mittlerweile nicht mehr, trifft er auf Brad Pitt und Co. „Aufregung hilft ja nicht und man kann eh nichts ändern.“ Das habe er schnell gelernt. „Die meisten Promis sind entspannt.“

An seine Heimatstadt denkt Fastner noch häufig. Neben seiner Familie und seinen Freunden, fehlen ihm auch die Riesen-Schaschlik-Spieße vom Rathaus-Grill. „Wenn man länger im Ausland lebt, dann weiß man die Heimat viel mehr zu schätzen.“

Maxi Overfeld


Kommentare
Aus dem Ressort
Als Patin zurück in die Kirche
Wiedereintritt
Redakteurin Stephanie Weltmann beschreibt ihrenWiedereintritt in die evangelische Kirche. Pastor Stefan Züchner nahm in den letzten drei Jahren 150 Menschen wieder in Gemeinden auf. Für ihn zählt, „dass es jemandem wichtig ist, wieder dazu zu gehören.“
Oberhausen sorgt sich um die Menschen in Saporoshje
Partnerstadt
Die Repräsentanten der Oberhausener Kirchen und Stadtvertreter sehen die Lage in der ukrainischen Partnerstadt angespannt. Saporoshje, die sechstgrößte Stadt der Ukraine, liegt nur 300 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. „Multi“-Organisator Wolfgang Heitzer steht in ständigem Kontakt.
Der Angriff kam ohne Vorwarnung
Bombennächte
Horst Seifert überlebte als Zehnjähriger jene Bombennacht, die Meiderich-Berg „egalisierte“. Der jüngste von sechs Brüdern fürchtete „das Ende“ im engen Keller. Zwei Söhne der Familie starben als Soldaten, „ein Bruder kam schrecklich versehrt zurück“, erzählt der heute 80-Jährige.
Rentner zieht zurück in die Stadt
Wohnen
Mit 86 Jahren wagt der Oberhausener Rentner Fritz Beierlein noch einmal einen Neuanfang: Er hat genug vom Leben im Grünen und zieht ins Pacelli-Quartier in Alt-Oberhausen. Den Ausschlag gab vor allem der lange Winter 2012, der immer wieder Schnee und Glatteis brachte und ihn von Außenwelt isolierte.
Frühe Oster-Überraschung für Christine Vogt
Kunst
Deutlich mehr Paten als erhofft haben sich bereit erklärt, die Restaurierung von Grafiken und Gemälden zu übernehmen. Rund 15 000 Euro kamen zusammen. Die Ausstellung der Werke aus der „Sammlung O.“ ist noch bis Ostermontag geöffnet. Danach werden die Kunstwerke zur Restaurierung abgeholt.
Fotos und Videos
Kreuzweg auf Halde Haniel
Bildgalerie
Karfreitag
Gewerbegebiet Erlengrund
Bildgalerie
Straßen in Oberhausen
Schmachtendorfer Straße
Bildgalerie
Straßen in Oberhausen
RWO - Bayer Leverkusen
Bildgalerie
Regionalliga West