Oberhausener Anwohner wütend über Dreck und Hundekot

Bürger wollen eine Bürgerinitiative für einen sauberen Blücherplatz gründen.
Bürger wollen eine Bürgerinitiative für einen sauberen Blücherplatz gründen.
Foto: FUNKE FotoServices
Anwohner der Blücher- und Düppelstraße in Oberhausen wollen eine Bürgerinitiative gründen. Ihnen gehen Dreck und Hundebesitzer auf die Nerven.

Oberhausen.. Die Anwohner des Blücherplatzes sind wütend. Wo früher Eltern ihre Kinder beruhigt auf Spielplatz und Fußballfeld spielen lassen konnten, lägen heute Toilettenschüsseln und Müllsäcke herum, sagen sie. Wer unaufmerksam sei, trete in Hundehaufen und frühmorgens streunten Hunde herum, bis sie mit einem Pfiff ins Wohnhaus geholt würden. Eine Bürgerinitiative muss her, meinen die Nachbarn der Blücher- und Düppelstraße und luden zur ersten Kontaktaufnahme ins Gemeindehaus Bethel.

Unter dem Synonym „Die Blücher-Heinzelmännchen“ fordern die drei Initiatoren Eva und das Ehepaar Gudrun und Friedel, die nicht mit Nachnamen erwähnt werden möchten, zur Teilnahme an einer Bürgerinitiative auf. Dem Aufruf zum Vorgespräch folgten ein Dutzend Anwohner. Im Sitzkreis wurde diskutiert, sich ausgetauscht.

Platzbeleuchtung ausschalten

Auf der Tagesordnung stehen die Bepflanzung von Gehwegen, gründlichere Säuberungen des Spielplatzes und das Abschalten der Beleuchtung über dem Fußballplatz, welche Jugendliche nachts „wie Motten“ geradezu anziehen würde.

Schnell wird klar: Die Bewohner sind mehr als verärgert. Die 59-jährige Marion etwa wohnt seit mittlerweile 15 Jahren an der Blücherstraße und bemängelt insbesondere die Kommunikation zwischen den Anwohnern. „Man kann mit den Leuten nicht reden!“ Erlebnisberichte der Anwesenden bestätigen dies: Wer einen Hundeführer darauf aufmerksam mache, dass er den Kot seines Tiers bitte von der Straße entfernen solle, werde mit zerbrochenen Bierflaschen und Regenschirmen bedroht.

Doch auch die Kontaktaufnahme zu den städtischen Behörden bleibe erfolglos. Drei Wochen nachdem Friedel eine Mail an Irene Bröker, Ansprechpartnerin für Oberbürgermeisterangelegenheiten und Bürgeranliegen, verschickt hatte, erhielt er die Antwort, alles werde regelmäßig gesäubert. Friedel geht davon aus, dass man sich absichtlich so lange Zeit gelassen habe. „Denn die Mail kam kurz nachdem die Straßen in unserem Viertel gesäubert worden sind.“

Zu ihrem nächsten Treffen bei Blumen Suthoff, Hermann-Albertz-Straße 188, sind all diejenigen eingeladen, die aktiv gegen die aktuellen Zustände auf dem Blücherplatz angehen wollen.

Gespräch mit OGM und WBO

Am Freitag, 29. Mai, um 17.30 Uhr werden neben der Bürgervertretung auch Ansprechpartner von OGM, WBO und der Bezirksregierung erwartet, um mit den Anwohnern zu diskutieren. Man bleibe zuversichtlich und penetrant, versichern die „Blücher-Heinzelmännchen“.

Und Gudrun fügt abschließend selbstbewusst hinzu: „Herr Wehling wird schon Zeit haben, sich für Hundekot zu interessieren.“