„Oberhausen rockt“ auf Erfolgskurs

Begeistert gingen die Besucher von „Oberhausen rockt" neben dem Stadion Niederrhein mit der Musik mit.
Begeistert gingen die Besucher von „Oberhausen rockt" neben dem Stadion Niederrhein mit der Musik mit.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
1800 Besucher kamen am Samstag auf die Wiese neben dem Stadion Niederrhein. Acht Bands boten Rockmusik der 70er bis 90er Jahre.

Oberhausen.. Irgendwie passte bei der fünften Rock-Oldie-Night am Stadion Niederrhein alles zusammen: Acht Rockbands hatte Organisator Oliver Pochnau dafür am Samstag engagiert. Die Temperaturen waren sommerlich-warm, aber nicht zu heiß. Dank der Baustelle für den Kunstrasen-Fußballplatz war die Bühne auf die Wiese vom alten Schwimmbad verlegt worden. Hier konnten die Fans, anders als im Vorjahr, unter schattigen Bäumen ihre Lieblingsmusik aus den 70er bis 90er Jahren hören. Und dann verzeichnete Pochnau auch noch mit rund 1800 Gästen einen neuen Besucherrekord.

Schon von weitem war das Dröhnen des Basses zu hören, dass so viele an der Rockmusik lieben. Die sechs Musiker der Oberhausener Band Killefitt legten sich denn auch mächtig ins Zeug. Ihr Coverrock-Repertoire reicht von Achim Reichel bis ZZ Top. Mit Applaus wurde die Band am Ende ihres rund 40-minütigen Gastspiels verabschiedet.

Eine kleine Pause war angesagt. Weiße Lautsprecherboxen wurden auf die Bühne getragen. Zeit für Gespräche mit Besuchern der Oldie-Night. Mandy Leis (23) und ihre Freundin Luisa Oberste-Hetbleck (23), beide aus Sterkrade, gehören eigentlich nicht zur Zielgruppe der großen Party. Die liegt bei 30 Jahren aufwärts. Mandy und ihre Freundin aber sind nicht mit den Rolling Stones oder Joe Cocker aufgewachsen. „Die Eltern hören diese Musik. Aber sie gefällt mir auch“, sagte Mandy. Ihre Eltern hatten bei einer Verlosung zwei Karten für die Oldie-Nacht gewonnen. Aber die Rock-Party überschnitt sich dann mit einem Wochenend-Tripp nach Hamburg. Da übernahmen die beiden jungen Frauen gern die Vertretung.

Herr in Frack und Zylinder

Während sie sich zum Essen im VIP-Bereich der Party niedergelassen hatten, saßen Manfred Krohne und Ehefrau Waltraud auf einem schattigen Hügel im Gras. Sie waren extra aus Tönisvorst nach Oberhausen gekommen. „Wir waren auch im vorigen Jahr hier“, erzählte der 62-Jährige. „Es ist unsere Musik.“ Außerdem sei Veranstalterin Silvia Pochnau seine Cousine. „Für Mozart wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen“, sagte er. Auch den könne man sich natürlich anhören. Aber bei Mozart würden eben die Bässe nicht so von unten durch den ganzen Körper ziehen.

Aus den weißen Boxen ging es nach der kleinen Pause mal etwas leiser weiter. Ein Herr in Frack und Zylinder betrat die Bühne. Mit der typischen leicht näselnden Stimme legte Panik-Lindi, „Europas bestes Lindenberg-Double“, so Oliver Pochnau, los: „Ich mach’ mein Ding“. Die Zuhörer gingen nicht nur dabei begeistert mit. Als Highlight der Veranstaltung war vor Mitternacht der Auftritt der „Real Company“ mit ei­nem Joe-Cocker-Special geplant.