Oberhausen erhält Motorrad-Zentrum

An der Duisburger Straße entsteht ein Yamaha-Zentrum.
An der Duisburger Straße entsteht ein Yamaha-Zentrum.
Foto: Yamaha
Was wir bereits wissen
1,25 Millionen Euro investiert der Motorradhändler Heiner Gangfuss an der Duisburger Straße. Die Fertigstellung ist für den Spätherbst geplant.

Ortsmarke.. Bis zum Spätherbst 2015 soll an der Duisburger Straße, in Höhe der Metzgerstraße, ein Yamaha-Zen­trum entstehen: Der gebürtige Oberhausener Heiner Gangfuss investiert rund 1,25 Millionen Euro um künftig auf 1000 Quadratmetern nicht nur Motorräder zu verkaufen, sondern auch vielfältige Service-Leistungen anzubieten. „Uns war es besonders wichtig, nicht irgendwo in der Peripherie anzusiedeln, fernab von unseren Kunden“, erklärt Gangfuss im Gespräch mit der NRZ. Zuerst zehn Mitarbeiter werden an dem Standort beschäftigt, der für Yamaha-Kunden im gesamten westlichen Ruhrgebiet Anlaufstelle sein soll.

Rückkehr nach 25 Jahren

Gangfuss ist eng mit Oberhausen verbunden. „Das erste Geschäft hatte ich damals auf der Falkensteinstraße, später ging es weiter zur Lessingstraße in Buschhausen.“ 1990 zog der Unternehmer jedoch aus seiner Heimatstadt fort. „Es gab damals kein geeignetes Grundstück, auf das ich meinen Betrieb hin expandieren konnte.“ Im Duisburger Stadtteil Obermeiderich wurde er fündig. Doch jetzt, 25 Jahre später, steht die Rückkehr nach Oberhausen an.

„Die Zeiten im Motorradgeschäft haben sich verändert, es werden weniger Maschinen verkauft.“ In jeder Stadt kleine Niederlassungen zu unterhalten sei nicht mehr profitabel. „Daher bündeln wir unsere Geschäftsbereich an größeren Standorten“, so Gangfuss. In Oberhausen entsteht nun das sechste Yamaha-Zentrum in Deutschland, das allein mit seinem Namen, „Rhein-Ruhr-West“, weit über die Stadtgrenzen hinaus Kunden anlocken soll.

Nähe zum Centro ist ein großer Vorteil

„Die Entscheidung für Oberhausen ist besonders wegen der idealen Lage gefallen.“ Die Infrastruktur durch die nahen Autobahnanschlüsse sei ideal. „Auch die Nähe zum Centro ist für uns ein großer Vorteil“, berichtet Gangfuss. „So kann etwa die Frau in Ruhe einkaufen gehen, während sich ihr Mann bei uns umschaut.“

In der Bewertung hätten diese Aspekte deutlich mehr Gewicht gehabt, als Bedenken wegen der Gewerbesteuer. „Natürlich schmerzt der hohe Hebesteuersatz, das kann man nicht anders sagen. Doch hat das in der Abwägung hinten an gestanden.“ Zudem sei er aus der Nachbarstadt Duisburg, die finanziell betrachtet ebenfalls nicht auf Rosen gebettet ist, schon einen hohen Hebesatz gewohnt.

Finanziert wird das Projekt zum Teil aus eigener Tasche, zum Teil durch einen Kredit der Stadtsparkasse. Ferner ist das Oberhausener Projektentwicklerunternehmen Plassmeier Bau mit im Boot. „Wir wollten einen Partner haben, der uns das Gebäude bezugsfertig hinstellt und zuverlässig ist“, führt Gangfuss aus. Zumal es eine gemeinsame Geschichte gibt. „Dem Ingo Plaßmeier habe ich, da war er gerade einmal 16 Jahre alt, sein erstes Mofa verkauft“, erinnert er sich zurück. „Der Kreis schließt sich also.“