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OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen

29.12.2010 | 16:52 Uhr
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
Die Erweiterung des Centro steht in 2011 an. Foto: Hans Blossey

Oberhausen.Kulturhauptstadt, Aquapark und der anstehende Centro-Ausbau: Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD) zieht im WAZ-Gespräch seine Bilanz für 2010: „Es war kein schlechtes Jahr.“ Trotz Sparzwang blieben Bereiche wie Bildung auch 2011 "tabu".

Wenn am 26. Januar der Grundstein für die Erweiterung des Centro gelegt wird, kann Klaus Wehling (SPD) seinen Fehlstart in das Jahr 2010 endlich abhaken. Arg voreilig hatte der Oberbürgermeister Ende Januar auf seinem Neujahrsempfang den Baustart bereits für dieses Frühjahr angekündigt, Centro-Chef Frank Pöstges-Pragal widersprach energisch.

„Wenn es jetzt klappt, freue ich mich genauso“, sagt Wehling. Der Fortschritt in der Neuen Mitte, zu dem ja auch der angekündigte Bau einer Skihalle gehört, passt perfekt zu dem positiven Ausblick, den das Stadtoberhaupt auf 2011 gibt. Steigende Steuereinnahmen, eine Landesregierung, „die uns das Gefühl gibt, dass wir mit unseren Sorgen ernst genommen werden“ und viele engagierte Bürger stimmen Wehling zum Jahreswechsel optimistischer als in den Jahren zuvor.

Bei der Ausbildung müsse die Stadt "Vorbild für die Unternehmen sein"

„Besonders freue ich mich darüber, dass wir auch 2011 wieder ausbilden dürfen“, sagt der 63-Jährige. Das sei nicht nur wichtig wegen des Bedarfs, sondern auch wegen der Altersstruktur der Verwaltung. „Außerdem müssen wir Vorbild für die Unternehmen sein.“

Vorbildlich sein will die Verwaltung auch im Hinblick auf die Auswahl der jungen Leute. Stichwort: Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. „Die Zusammensetzung der Bevölkerung muss sich bei unseren Mitarbeitern widerspiegeln. Leider haben wir nur unzureichende Daten, wie sich die Verwaltung überhaupt zusammensetzt“, so Wehling.

Bei allem Positiven dürfe natürlich nicht die angespannte finanzielle Lage der Stadt verschwiegen werden. Auch die neue Regierungspräsidentin Anne Lütkes (Grüne) erwarte, dass die Stadt spare. „Die Kontakte bislang sind aber durchweg positiv. Es gibt Bereiche, da werden wir mitgehen, aber es gibt auch Bereiche, die für uns tabu bleiben. Zum Beispiel: Kinder und Bildung.“

Kein Alleingang bei der Bettensteuer

Äußerst kritisch sieht Wehling das Thema höhere Einnahmen. „Es wird keinen Alleingang Oberhausens in Sachen Bettensteuer geben. Und über so spinnerte Ideen wie dreifache Grundsteuer und doppelte Gewerbesteuer denken wir erst gar nicht nach. Das ist mit uns nicht zu machen.“

Und wie fällt die Bilanz für 2010 aus?

„Es war kein schlechtes Jahr“, sagt Wehling. Ein Höhepunkt sei natürlich die Kulturhauptstadt gewesen. „Die Zusammenarbeit der Ruhrgebietsstädte war ein schönes Gefühl, wir haben mit sehr eingeschränkten Mitteln ein großes Rad gedreht.“ Die Sternstunden im Gasometer, die mehr als 950.000 Menschen besuchten, seien „fantastisch“ gewesen. „Wenn man nach zwei Jahren Ausstellung die Million erblicken kann, dann hat das einen ganz besonderen Stellenwert.“

Überhaupt sei Tourismus als wichtiger Bereich der Wirtschaftsförderung in diesem Jahr eine einzige Erfolgsgeschichte gewesen, sagt Wehling. „Natürlich muss man dabei manchmal auch Glück haben. Mit dem Kraken Paul ist uns eine Nummer in den Schoß gefallen, die mit Geld nicht zu bezahlen ist.“

Junge Menschen verstärkt für Ehrenämter ansprechen

Gleiches gelte für die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten der Menschen. Wehling: „Dieses außerordentliche bürgerschaftliche Engagement möchte ich auf eine breitere Basis stellen. Insbesondere wollen wir junge Leute ansprechen, um Lust auf ehrenamtliche Arbeit zu wecken.“

Paul II. ist da

Als weitere Erfolgsgeschichte sieht Wehling das Familienbad Aquapark. „Die Besucherzahlen zeigen, da ist uns ein großer Wurf gelungen.“ Gemeinsam mit dem bereits begonnenen Umbau anderer Sportanlagen werde die Stadt in den kommenden zwei Jahren eine ideale Sportlandschaft erhalten. „Wir werden dann so gut aufgestellt sein, wie wir es noch nie waren.“

Thomas Schmitt

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Kommentare
02.01.2011
21:37
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von Besorgte Bürgerin | #7

Nun ja irgendeine Aufgabe muss ein OB doch haben und wenn es das verkünden von positiven Meldungen/heißer Luft ist.

30.12.2010
11:29
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von hggsfh | #6

Immer mehr Arbeitslose, immer schlimmere Finanzen. Immer höhere Steuern und Abgaben, immer weniger öffentliche Einrichtungen und Service, etwa bei der Stoag. Es geht bergab in Oberhausen und dies seit Jahren. Und dennoch, zu jedem Jahreswechsel erzählt uns der Oberbürgermeister, wie toll doch die vergangenen 12 Monate für unsere Stadt waren. Diesmal wird der komplette Artikel mit einer bunten Uhr am Bahnhof und einem Kraken gefüllt. Arme Stadt Oberhausen.

30.12.2010
09:07
Blockierter Kommentar.
von K.Arte | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.12.2010
08:04
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von karnevalsmuffel | #4

volle Zustimmung zu 1 und 3. Ein Karnevalsverein ist keine Behörde und ein Oberbürgermeister sollte kein Narr sein...und dass unsere Lokalredaktionen mit dem Rathaus gleichgeschaltet sind, ist allerdings kein Geheimnis.

29.12.2010
22:09
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von trabrurad | #3

Wer heute noch glaubt die Essener Straßenbahn wird verlängert hat die Absage der EVAG noch nicht mitbekommen. Dieser Artikel zeigt mir, wie zu der Marktstraße gestanden wird. Die halbherzigen Versuche von der Aktivierung der Marktstraße sind und bleiben nur Worthülsen. Darum ist in der langen Zeit nichts passiert.Und die ehemaligen Gegner oder Streiter für die Marktstraße sind heute in Amt und Würden. Meine Prognose für die Marktstraße bleibt düster, sie hat keine Loby in der Stadt. Das Centro heißt ja auch Neue Mitte die Alte Mitte ist und bleibt tot. Eine Begründung des nichtstun ist einfach kein Geld

29.12.2010
21:05
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von Strassenbahn Geplant | #2

Das erweiterung des centro finde ich in ordnung
aber was ist den mit strassebahn verlängerung
nach essen und in norden

es war doch alles geplant oder nicht

es würde sehr gut gehen in oberhausen wenn
die geschäfte gut läuft

29.12.2010
20:52
OB Wehling sieht Krake Paul als Glücksgriff für Tourismus in Oberhausen
von WehlingHauAb | #1

Ich habe selten einen Oberbürgermeister erlebt, der so unfähig ist, wie Herr Wehling. Man stelle sich vor, man hätte eine Zeitmaschine, mit der man 5 Jahre zurück springen kann und die damalige Situation der Stadt Oberhausen mit heute vergleichen kann. Die Straßen haben heute noch mehr Schäden, als heute, es gibt noch mehr Arbeitslose, es gibt weniger Firmen. An jeder nur denkbaren Steuer- und Abgabenschraube wurde bis ins Unendliche gedreht, die einzige größere Investition in all den Jahren ist eine Großspielhalle, mit dem Erscheinungsbild der Marktstraße, das im oberen und unteren Bereich nur noch von Billigläden und Leerstand geprägt ist, hat man sich bereits abgefunden. Das Stahlwerksgelände gleicht damals wie heute einer Wüste und inzwischen hat auch in der Sterkrader Innenstadt dank der Stadt der Lochfraß zwischen den Geschäften eingesetzt. Eine überregional bekannte Großveranstaltung gibt es in Oberhausen nicht mehr, stattdessen existieren hier so viele Altenheime, dass diese bereits Konkurs anmelden müssen. Im Vergleich von vor 5 Jahren fahren immer weniger Busse durch die Stadt und auch andere öffentliche Angebote, sei es bei der Stadtbücherei oder anderen Einrichtungen, wurden stark gekürzt. Nur eines hat sich nicht verändert, nämlich die Anzahl der Beschäftigten bei der Stadt Oberhausen. Jedes Unternehmen wird im Laufe der Zeit durch technischen Fortschritt immer effektiver. Nur die Stadt schafft dies nicht, sie verprasst stattdessen lustig und munter das Geld der Steuerzahler. Wenn ich mir anschaue, was Herr Wehling in seiner Amtszeit bisher geleistet hat und mit Arroganz er in jedem Jahr der Presse mitteilt, wie gut doch das abgelaufene Jahr gewesen sei, könnte ich mich inzwischen übergeben, so ärgert mich dies. Im nun ablaufenden Jahr etwa hat Herr Wehling für die Stadt nichts, rein gar nichts erreicht. Das einzige, was die Stadt wieder darf, ist ausbilden. Warum sich Herr Wehling hierfür feiern lässt, weiß wohl nur er allein. Wenn ein Unternehmen kein Geld mehr hat, kann es auch nicht ausbilden, sondern muss zusehen, erst einmal die Finanzen zu ordnen. Herr Wehling muss dies nicht, er kann lustig und munter das Geld der Steuerzahler verprassen. Nebenbei bemerkt wundert es mich sehr, wir liebevoll und völlig unkritisch die Presse mit Herrn Wehling umgeht. Aber wie heißt es so schön, wessen Brot ich esse, dess...

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