Sportpolitik
Nur ein Stadion für RWO und RWE? Olle Kamellen
05.01.2010 | 16:04 Uhr 2010-01-05T16:04:00+0100
Oberhausen. Die Vorschläge des Düsseldorfer Regierungspräsidenten Jürgen Büssow zum Oberhausener Theater und gemeinsamem Stadion von RWO mit Rot-Weiß Essen, die er in einem WAZ-Interview gemacht hatte, gelten im Oberhausener Rathaus als überholt.
Jürgen Büssow (SPD) und seine Genossen in unserer Stadtspitze haben sich ungefähr so lieb wie die Fans von Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen. Oder wie die von 1860 und Bayern. Nämlich gar nicht. Insofern kommen einige Aussagen des Düsseldorfer Regierungspräsidenten im WAZ-Interview am Montag wohl erstligatauglichen Brandbeschleunigern gleich.
„Entweder Herr Büssow ist nicht im Thema oder er hatte die Fakten nicht parat”, kommentierte Stadtsprecher Rainer Suhr Aussagen des RP zu den Kosten des Oberhausener Theaters. 2007, so Büssow, sei jede Theaterkarte in unserer Stadt mit 146 Euro bezuschusst worden, in Essen hingegen nur mit 93 Euro, was „besonders günstig” sei.
Wuppertaler Lob lässt Suhr nicht gelten
Suhr hält dies für eine nicht seriöse „Milchmädchenrechnung”. Ein Vergleich sei nur aussagefähig, wenn man analog zu den Berechnungen des Städtetages die Kosten des Kulturbetriebes auf die Einwohner einer Stadt umrechne. „In Oberhausen haben wir 2008 einen Zuschuss von 8,3 Millionen Euro gegeben. Das sind 38,48 Euro pro Einwohner”, sagt Suhr. „Essen hat 38,2 Mio Euro fürs Theater ausgegeben, also 65,88 Euro pro Einwohner.”
Auch das Lob für den Mut der Stadt Wuppertal, das Schauspielhaus zu schließen, lässt Suhr nicht gelten. „Wir haben bereits 1993 unser Musiktheater geschlossen. In Wuppertal gibt es aber immer noch ein Musiktheater, ein Tanztheater und Sinfoniker. Das sagt Büssow nicht.” Wer die Oberhausener Bürger ins Theater nach Essen oder Mülheim schicke, der spreche ihnen das Recht auf ein eigenes Theater ab.
"RWO war viertklassig und Essen schielte auf die 1. Liga"
Müssen 215 000 Einwohner wirklich auf die Rente der Protagonisten warten? Es ist jedenfalls nicht zu glauben, dass das Verhältnis zwischen RP Büssow und Oberhausens Stadtspitze noch in deren Amtszeiten zu kitten ist. Gibt’s für solche Härtefälle nicht irgendein Altersteilzeitgesetz?
Beide Seiten haben ja Recht. Die Stadt wird ohne eine Neuordnung der Finanzen nicht aus der Schuldenfalle herauskommen. Richtig ist aber auch, dass weitere Einschnitte erforderlich sind. „Ihr müsst endlich ans Eingemachte”, das will Büssow wohl sagen. „Geht nicht”, reflext die Stadtspitze. Zweifel sind durchaus erlaubt. Weder Stellenplan noch Raumangebot sind auf die Gegenwart geeicht. Man schaue sich nur an, wie komfortabel unsere Volksvertreter im Rathaus residieren.
Thomas Schmitt
Als „populistisch und nicht zu Ende gedacht” bezeichnet der Stadtsprecher Büssows Vorschlag, Eintrittspreise fürs Theater nach Einkommen zu staffeln. „Das gibt's nirgendwo in der Welt. Wie soll das funktionieren? Müssen wir dann alle unsere Lohnsteuerbescheide mit zur Kasse bringen?”, fragt sich Suhr.
Als olle Kamellen wertet er die Idee des Baus eines gemeinsamen Stadions für die Fußballklubs Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiß Essen an der Stadtgrenze auf Oberhausener Gebiet. Der Gedanke stamme aus den späten 1990er Jahren, als der Abriss des Stahlwerks in der heutigen Neuen Mitte anstand. „Aber weder die Stadt Essen noch Oberhausen sind heute in der Lage, über einen solchen Neubau nachzudenken.”
Die Idee stammt in der Tat von Burkhard Drescher, der sogar einen konkreten Plan machen ließ. Das gemeinsame Stadion sollte neben dem Leuchtturmprojekt O.Vision entstehen. „Hermann Schulz, der damalige RWO-Präsident war dafür”, so Drescher am Montag zu unserer Zeitung. „Das Projekt stieß in der Weltstadt Essen damals aber nur bedingt auf Gegenliebe. RWO war viertklassig und Essen schielte auf die 1. Liga.”
Second-Hand-Anzeigetafel von Bayer Leverkusen
Mit ein wenig Schadenfreude blickt Drescher (58) auf die heutige Situation, in der RWO als fast etablierter Zweitligist gilt und RWE in der vierten Liga kickt. Dass ein solches Projekt trotz großer Rivalität unter den Fans aber möglich sei, zeige die Allianz-Arena in München. „In Oberhausen haben wir seinerzeit entschieden, mit bescheidenen Mitteln, das Niederrhein-Stadion umzubauen”, sagt Drescher. Inklusive Second-Hand-Anzeigetafel, die vom aktuellen Bundesliga Herbstmeister Bayer Leverkusen stammt.
„Es gibt keine Gespräche zwischen den Vereinen zu diesem Thema”, sagt RWO-Sportvorstand Thomas Dietz (48). „Es mag sein, dass im politischen Raum darüber geredet wird.” Die aktuellen Planungen beider Vereine seien außerdem gar nicht kompatibel. Essen wolle mit 35 Mio Euro neu bauen, Oberhausen mit 15 Mio Euro umbauen und ein neues Trainingsgelände schaffen. „Wir stehen zu unserer sparsamen Variante. Mehr ist nämlich nicht zu stemmen. Am Ende zahlen nämlich wir selbst die Zeche”, sagt Dietz.

20:01
so ein scheiss kann man vergessen aber ganz schnell mit rwo ein stadion das ist lach haft echt so was wollen wir nicht kämpft rwe fans das so ein scheiss nie kommt!!!!!!!!!!!Nur der RWE
11:12
Interessant:
Auch die Linken lesen also die Kommentare auf derwesten.de:
Mein Kommentar hier, als der Vorschlag eines gemeinsamen Stadions am 4.1. bekannt wurde:
Dann können die Vereine doch gleich fusionieren. RWE bringt die Fans mit, RWO die Mannschaft. Das ganze nennen wir dann RWÖ...............
Heutige (nicht ganz ernst gemeinte) Pressemitteilung der Linken:
Die Überlegungen für ein gemeinsames Stadion gehen uns nicht weit genug. Warum sollen nicht gleich auch die beiden Vereine fusionieren: Oberhausen stellt seine in der Zweiten Liga erfolgreich spielende Mannschaft und Essen steuert seine treue und zahlreiche Fangemeinde bei. Als Namen für den fusionierten Verein schlagen wir RWÖ (O plus E zu Ö) vor.
Es ist ja schön, wenn politische Parteien auch mal Meinungen aus dem Volk übernehmen. :-)
23:29
Auch die Köttelbach-Arena hat einen gewissen Charme! In Essen kann man die Gäste-Toiletten mit dem Kosovo vor 15 Jahren vergleichen! Aber wenn selbst ein Örtchen wie Hoffenheim nen Gönner findet, wieso nicht auch einer der komischen Rot-Weissen Vereine???
21:16
An sowas sieht man das Politiker nix im Kopf haben.
Jeder weiß das die Essener und Oberhausener sich nicht riechen können - und jetzt sollen sie im gemeinsames Stadion spielen und dann auch noch auf Obenhausener Boden??
Echt lächerlich und das nicht nur aus Sicht der Essener.Das ist die blödeste Idee 2010 das weiß ich jetzt schon im Januar. Ach übrings Essen hat in der 4. Liga im Schnitt 6.750 Zuschauer pro Spiel und Oberhausen nur 6.935 in der 2. Liga. Also glaub ich ein Stadion für Essen ist gerchtfertigt oder was meint ihr??
Das ist echt traurig für Oberhausen, haben nur 185 Zuschauer mehr als,wir in Essen und das mit zwei Ligen unterschied- echt erbährmlich !!!
Also nimmt den Mund lieber nicht zu voll!!!
Forza RWE
Liebe kennt keine Liga!
17:09
Herr Büssow redet Schwachsinn. Der hat keine Ahnung! Schlimm!
16:51
Wusste garnicht das der Westen mit Ihnen Silvester um 00 Uhr ein Interview geführt hat . Denn nur im total vernebeltem Kopf kann man so viel dummes Zeug erzählen .Wie sind Sie eigentlich an ihren Posten gekommen ?
15:56
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14:20
#6
oder ein verein mit einem schnitt von 3.500 zuschauern in der 2.liga....
13:49
RWE? Machen die nicht Strom?
23:43
Da lief mir doch gleich ein kalter Schauer über den Rücken!! RWO und RWE im gleichen Stadion?! Das ist ja fast so schauerlich wie S04 und BvB im gleichen Stadion !!!! Aber mal im ERNST; seit wann braucht ein 4. Liga Verein ein neues Stadion ?????