Notfalls Druck machen mit Knöllchen

Oberhausen..  Eltern, die mit ihren Autos kreuz und quer vor der Schule halten; Kinder, die zur Straßenseite hin aussteigen; Wagen an Wagen auf der Straße; einer, der noch schnell um die Ecke brettert, weil sonst der Filius zu spät zum Unterricht kommt; Schüler, die sich dazwischen durchwurschteln müssen.

Wer einmal morgens um Viertel vor acht vor einer (Grund-) Schule stand, der weiß um das dortigen Parkchaos. Gut, nicht jeder Schüler kann morgens zu Fuß zur Schule gehen. Deswegen ist die Idee der Haltestelle für die Elterntaxen ein wunderbarer Kompromiss. Das Prinzip ist so einfach wie bestechend.

Der Erfolg des Modells an der Ruhrschule ist sicher auch der guten Informationspolitik und Überzeugungsarbeit geschuldet, die die Schule gemeinsam mit der Polizei und der Verkehrswacht geleistet hat. Viel Einsatz gehört dazu. Zum Beispiel von der Schulleiterin, die morgens Handzettel unter Scheibenwischer klemmt, das Thema auf die Tagesordnung von Elternabenden setzt und den Bezirksbeamten dazu einlädt.

Den Hartgesottenen, die die Haltestellen ignorieren, kann man eigentlich nur sagen: Wir wollen doch alle gemeinsam, dass die Kinder sicher zur Schule kommen. Wenn alle Argumente nicht fruchten, dann vielleicht Knöllchen. Andrea Rickers