Von der Tankstelle zur Erfolgsfirma in Oberhausen

Seit 13 Jahren arbeitet Gerret Hagemeier im Autohaus Kruft, das heute an der Werthfeldstraße  sitzt. Er ist einer von drei Geschäftsführern.
Seit 13 Jahren arbeitet Gerret Hagemeier im Autohaus Kruft, das heute an der Werthfeldstraße sitzt. Er ist einer von drei Geschäftsführern.
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Was wir bereits wissen
Das Autohaus Kruft feiert 50-Jähriges. Deutliches Ja zu Oberhausen. Der Betrieb hat seinen Sitz heute mit 9000 Quadratmetern in Osterfeld.

Oberhausen.. Angefangen hat alles mit einer Tankstelle – am 1. Januar 1958 durch Liesel und Erich Kruft an der Steinbrinkstraße eröffnet. Den Autohandel betrieb das Ehepaar eher „so nebenbei“. Doch dabei sollte es nicht bleiben: 1965 wurde Kruft offizieller BMW-Vertragshändler – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Unternehmen feiert 2015 sein 50-jähriges Bestehen.

Filiale in Dinslaken

Und zum Jubiläum gibt es ein deutliches Ja zum Standort Oberhausen. Ein Rückzug aus der Stadt sei nie im Gespräch gewesen, sagt Gerret Hagemeier, einer der drei Geschäftsführer des Hauses. Auch als das Unternehmen eine weitere Filiale in Dinslaken eröffnete, sei der Standort Oberhausen nie in Frage gestellt worden. „Wir fühlen uns wohl hier, die Geschäfte laufen konstant gut“, sagt Hagemeier, der seit 2002 im Unternehmen ist.

Nach mehreren Umzügen hat das Autohaus Kruft seinen Sitz mittlerweile an der Werthfeldstraße in Osterfeld. Startschuss am neuen Standort war 1990 – damals übernahmen auch die Kruft-Tochter Jutta Kruft-Lohrengel und deren Mann Karsten Lohrengel das Geschäft. Die Betriebsfläche ist rund 9000, die Ausstellungsfläche ist allein 1200 Quadratmeter groß. Hier stehen die Neuwagen – vom Stadtauto bis zum Geländewagen.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich viel getan. 1965 hat Erich Kruft seinen ersten BMW in Oberhausen verkauft: einen BMW 1800. Das Modell zählt längst zu den Oldtimern. Rund 300 Neuwagen verkauft das Autohaus mittlerweile im Jahr. Schaut man sich die verkauften Autos an, wird deutlich: Den Hype um die SUV-Modelle gibt es auch in Oberhausen. Bei rund 30 Prozent aller verkauften Neuwagen handele es sich um diese Geländelimousinen, sagt Gerret Hagemeier. Tendenz steigend. Einen guten Ruf haben SUV nicht: zu groß, zu protzig, zu hoher Benzinverbrauch. Was reizt die Kunden da? „Der Fahrkomfort. Man sitzt einfach höher.“

Apropos schlechter Ruf: Autohändler haben’s in der Beziehung ja auch nicht immer leicht. „Das stimmt“, sagt der Kruft-Geschäftsführer und lacht. Aber mit seinen Kunden käme er immer gut zurecht. „Wir setzen auf Transparenz und Nachsorge“, sagt er. „Wir sind für unsere Kunden auch nach dem Autokauf noch da. Wenn sie mit Problemen zu uns kommen, möchten wir ihnen das Gefühl vermitteln, dass wir helfen, dass sie bei uns gut aufgehoben sind.“

Zufriedene Kunden kommen wieder – oder schicken zum 100. Firmenjubiläum die Kinder und Enkelkinder zum Autokauf vorbei.