Stadt Oberhausen pflanzt 700 neue Bäume im Volksgarten

Stadtförster Jürgen Halm (r.) erklärt den Mitgliedern des Landschaftsbeirates die Hintergründe der Durchforstung im Volksgarten in Oberhausen-Osterfeld.Foto:Tom Thöne
Stadtförster Jürgen Halm (r.) erklärt den Mitgliedern des Landschaftsbeirates die Hintergründe der Durchforstung im Volksgarten in Oberhausen-Osterfeld.Foto:Tom Thöne
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Was wir bereits wissen
Heftig haben Bürger aus Oberhausen-Osterfeld die Fällungen im Volksgarten kritisiert. Nun schaute sich der Landschaftsbeirat die Folgen an - und diese überraschen.

Oberhausen.. „Kahlschlag“, mit diesem Wort haben einige Anwohner des Volksgartens in Osterfeld immer wieder die Baumfällungen in der Parkanlage zwischen Teutoburger-, Kapellen- und Mergelstraße bezeichnet. Ob dem wirklich so ist und von einem Kahlschlag die Rede sein kann, davon überzeugten sich die Mitglieder des Landschaftsbeirates in ihrer jüngsten Sitzung – vor Ort schauten sie sich die Auswirkungen der Durchforstungen an, welche die Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) in den vergangenen beiden Jahren durchgeführt hat.

„Es ist nie populär, wenn man Bäume fällen muss“, erklärte Jürgen Halm, bei der OGM für die städtischen Wälder zuständig, den Beiratsmitgliedern. „Doch sind wir als öffentlicher Waldbesitzer dazu verpflichtet, für den Zustand und Fortbestand Sorge zu tragen.“ Etwa 100 Bäume wurden darum zuletzt im Januar gefällt, weil sie etwa krank waren oder anderen Bäumen das Licht genommen haben. Im gleichen Zuge wurden etwa 700 Bäume, vornehmlich Rotbuchen, nachgepflanzt.

"Charakter des Waldes bleibt erhalten“

„Obwohl die Politik und die Presse vorab informiert und beteiligt waren, gab es trotzdem Aufregung“, zeigt sich Halm auch heute noch über die heftige Reaktion einiger Bürger verwundert. „Der eigentliche Charakter des Waldes bleibt erhalten“, sagte Halm. Selbst wenn an einigen Stellen aufgrund der gefällten Bäume Lücken klaffen, werde dies nicht von langer Dauer sein. „Der junge Wuchs kommt nach. Das Blätterdach wird sich wieder schließen.“ Zudem versicherte er, dass es in nächster Zeit keine größeren Fällungen mehr im Volksgarten gebe.

„Uns geht es darum, den Volksgarten für die nachfolgenden Generationen zu erhalten“, ergänzte Gerhard Hüttner von der Unteren Landschaftsbehörde die Ausführungen von Halm. Der Forderung einiger Naturschützer, die Roteiche als eindringende Baumart komplett aus den hiesigen Wäldern zu entfernen, erteilte er eine Absage. „Wir versuchen einen Mittelweg zu finden“, sagte Hüttner. Sowohl Bäume, die auf schwierigen Böden wachsen können – so wie die Roteiche – als auch heimische Arten sollen gefördert werden.

Cornelia Schiemanowski, die den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Landschaftsbeirat vertritt, überzeugten die Ausführungen von Halm und Hüttner. „Man sieht und merkt, dass es sich bei den Baumfällungen hier bei weitem nicht um Kahlschläge gehandelt hat.“