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Schickes Wohnen im Waisenhaus

01.11.2012 | 11:00 Uhr
Schickes Wohnen im Waisenhaus
Das Waisenhaus steht vor einer Komplett-Sanierung in Millionenhöhe.Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Eigentümer planen Komplett-Sanierung, Startschuss fällt in Kürze. „St. Marienhöhe“ mit 18 Eigentumswohnungen, Loggia und Aufzug.

Darauf haben die Menschen in Rothebusch lange gewartet: Nach jahrelangem Leerstand und sogar der Nachricht eines drohenden Abrisses geben die neuen Eigentümer des ehemaligen Waisenhauses nun konkrete Pläne für das historische Gebäude bekannt.

18 hochwertige Eigentumswohnungen planen Doris und Heinz Reimann im Waisenhaus, in der obersten Etage Penthouse-Wohnungen mit 220 Quadratmetern Platz. Unter dem Namen „St. Marienhöhe“ soll sich in Rothebusch eine neue Adresse für hochwertiges Wohnen etablieren. In Kürze, so heißt es, wird der Startschuss zu dieser Großinvestition in Millionenhöhe fallen.

Treffpunkt der Generationen

Zwei neue Eingänge wird das Waisenhaus erhalten, über die Anwohner zu jeweils neun Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und einer hochwertigen Ausstattung gelangen. 60 bis 220 Quadratmeter sind die Eigentumswohnungen nach aktueller Überlegung groß, eine Terrasse oder Loggia ist jeweils angeschlossen. Für den notwendigen Stellplatz ist außerdem eine Tiefgarage mit Aufzug als barrierefreier Zugang geplant. Umfangreich wird das über 100 Jahre alte Gebäude auch energetisch saniert, optisch soll der historische Charme erhalten bleiben.

„Wir möchten Alt und Jung ansprechen“, sagt Doris Reimann, „hier sind Familien genauso willkommen wie ältere Menschen.“ Immerhin sei das das Waisenhaus stets ein Ort gewesen, an dem sich die Generationen trafen: 1907 als Versorgungsheim errichtet, diente es als Altenheim, Waisenhaus und als Kindergarten.

Kindergarten auf Vordermann gebracht

Ab 1926 betreuten dort die „Schwestern der Göttlichen Vorsehung“ Waisen und Alte, nach dem zweiten Weltkrieg übernahmen die „Schönstätter Marienschwestern“ diese Aufgabe. Ab dem Ende der 80er Jahre gab das Waisenhaus auch Zuwanderern und Asylsuchenden ein Dach über dem Kopf.

2009 wurde erstmals öffentlich diskutiert, das ungenutzte Backstein-Gebäude abzureißen, um dort Platz für moderne Neubauten zu schaffen. Dagegen wurde Protest in Rothebusch laut, allerdings ärgerten sich Anwohner genauso über nächtliche Ruhestörungen, Vandalismus und zuletzt einen Brand auf dem Gelände.

Anfang dieses Jahren erwarben die Eheleute Reimann das rund 6000 Quadratmeter große Park-ähnliche Areal mitsamt Waisenhaus, Nebengebäuden und dem vom Bistum aufgegebenen Kindergarten. Den Kindergarten haben Reimanns bereits wieder auf Vordermann gebracht: Die Caritas eröffnet dort noch in diesem Jahr zwei Kindergartengruppen.

Stephanie Weltmann



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