OGM: Das HDO-Gebäude bleibt auch 2015 noch bestehen

Noch ungewiss ist die Zukunft des ehemaligen Film- und Medienzentrums HDO in Osterfeld.
Noch ungewiss ist die Zukunft des ehemaligen Film- und Medienzentrums HDO in Osterfeld.
Foto: Ulla Emig WAZ Fotopool
Was wir bereits wissen
Gute Karten für ein Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Oberhausen. Bundesinstitution gibt Okay. Stadt hat auch Alternativen.

Oberhausen.. Ein Abriss des mit Millionen Euro Steuergeldern errichteten HDO-Gebäudes an der Vestischen Straße in Osterfeld wird zunehmend unwahrscheinlicher. Während der Lan­desverband der Bauindustrie derzeit den Plan prüft, in dem einstigen Filmtrickzentrum und in der benachbarten früheren Kohlenmischanlage ein Ausbildungszentrum einzurichten, sollen weitere Investoren Interesse am HDO angemeldet haben.

Karten liegen immer besser

So wollten Mediziner dort eine Art Ärztezentrum einrichten, sagt der Chef der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH, der HDO-Eigentümerin, Hartmut Schmidt: „Für uns hat das Ausbildungszentrum Präferenz, aber wir haben Alternativen.“

Der OGM-Geschäftsführer ist für das kommende Jahr frohen Mutes gestimmt. Er sichert ohne Umschweife zu: „Das HDO wird auch im Jahr 2015 nicht abgerissen.“ Zuletzt hatte Schmidt die Abrisspläne bis Ende 2014 aufgeschoben.

Eine niedrige zweistellige Millionensumme würde der Landesverband der Bauindustrie in Osterfeld investieren, um das bis auf ein Café leerstehende HDO zu einem Ausbildungszentrum für rund 400 Lehrlinge umzubauen. Dafür liegen die Karten offenbar immer besser: So hätten bereits zuständige Bundesinstitutionen ihr Okay zum Umbau gegeben, berichtet Schmidt. Das wiederum ist entscheidend bei der Frage nach Fördergeldern, die beim Umbau zum Tragen kämen. Der Landesverband der Bauindustrie klärt derzeit noch einige interne Fragen. Ob diese Lehrstätte nach Oberhausen-Osterfeld umzieht, soll sich im kommenden Jahr entscheiden. OGM-Chef Schmidt geht davon aus, dass bis Mai 2015 Klarheit über den Umbauplan bestehe.

Noch 2013 sollte das HDO abgerissen werden, damit auf dem Grundstück Wohnhäuser gebaut werden können. Die OGM hatte den Skandal-Bau dafür zusammen mit dem Gartendom für 2,85 Millionen Euro plus Nebenkosten gekauft. Bei einer Bürgerversammlung Ende 2013 gab der OGM-Chef überraschend bekannt, der Abriss sei aufgeschoben.

Ziel: Arbeitsplätze schaffen

Groß war die Aufregung im Sommer 2014, als bekannt wurde, dass die Bauindustrie großes Interesse am HDO hat. Der Landesverband betreibt in NRW drei Ausbildungszentren. In Essen-Bergeborbeck hatte er 1927 ein Gelände vom Hoch-Tief-Konzern übernommen, das heute als zu groß und dazu verkehrstechnisch schlecht erschlossen gilt.

Sollte der Umzug nach Osterfeld trotzdem noch verworfen werden, so habe die OGM weitere gewerbliche Alternativen, sagt Hartmut Schmidt. Im Fokus steht damit, neue Arbeitsplätze im gebeutelten Osterfeld zu schaffen.