Neuer Radweg ins Reinersbachtal in Sterkrade

Durch diese schmale „Gasse“ soll die Verbindung des neuen Weges zur Stralsunder Straße führen. Anwohner Reiner Bartel setzt sich für eine Verbesserung der Situation an der „Stralsunder“ ein.
Durch diese schmale „Gasse“ soll die Verbindung des neuen Weges zur Stralsunder Straße führen. Anwohner Reiner Bartel setzt sich für eine Verbesserung der Situation an der „Stralsunder“ ein.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bezirksvertreter stimmten dem 80.000 Euro-Projekt zu. Im April könnte der Bau der wichtigen Verbindung in die City von Oberhausen-Sterkrade starten.

Oberhausen.. Zwischen der Stralsunder Straße und der Rügenstraße soll in Zukunft ein Fuß- und Radweg durch das Sterkrader Reinersbachtal führen. Das haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Sterkrade in ihrer letzten Sitzung beschlossen. Wenn der Landschaftsbeirat zustimmt, kann das etwa 80.000 Euro teure Projekt umgesetzt werden. Das Gebiet ist Teil des Landschaftsschutzgebiets „Unteres Reinersbachtal“ und wird von der Bremener-, der Kirchhellener-, der Beethoven-, der Rügen- und Stralsunder Straße begrenzt. Der Rei­nersbach fließt zentral hindurch.

Volksbank steuert 30.000 Euro bei

Die ans Reinersbachtal angrenzende Rügenstraße und die Rostocker Straße werden ab August 2015 erstmalig ausgestaltet. Im Zuge dessen soll die fußläufige Erschließung von der Stralsunder- und Rügenstraße zum Reinersbachtal gesichert werden. Und: Es soll ein Naturspielbereich entstehen. Das geht aus der Vorlage der Stadtverwaltung hervor.

Auf dieser Grundlage ist ein Weg durchs Reinersbachtal geplant, der die Rügen- mit der Stralsunder Straße verbindet. Die Wegeführung orientiert sich an der Lage eines schützenswerten Biotops. Entlang des Weges sollen zwei na­turnahe Spielpunkte entstehen. Einer von ihnen wird mit ei­nem Spielgerät ausgestattet, auf dem balanciert werden kann. Der andere wird aus einer Ansammlung von „Hüpfsteinen“ bestehen.

Wichtiger Lückenschluss

Der neue Weg ist für Fußgänger und Radler insbesondere aus den Ge­bieten Beethovenstraße, Sterkrader Heide und Klosterhardt ein wichtiger Lückenschluss in Richtung Sterkrader Zentrum. Zurzeit können Radfahrer, die in die Sterkrader City wollen, nur die stark befahrene Dorstener Straße oder die Beethovenstraße nutzen. Letztere hat keinen Radweg.

Die Verbindung zur Stralsunder Straße erfolgt über ein schlauchförmiges Grundstück zwischen den Hausnummern 30 und 32, das der Stadt Oberhausen gehört. Diese hatte das Flurstück zwar 2012 der Eigentümerin des Grundstücks Stralsunder Straße 30 überlassen; diese Vereinbarung wurde nun jedoch für die Herstellung des Fuß- und Radweges gekündigt, erklärt die Stadtverwaltung.

Kein Weg für Motorfahrzeuge

Der neue Weg soll eine besondere, was­sergebundene Decke erhalten, die auch starke Beanspruchungen aushält und einen geringen Eingriff ins Ökosystem des Landschaftsschutzgebiets garantiert. Grundsätzlich dürfen Motorfahrzeuge hier nicht fahren; nur Fahrzeuge der Oberhausener Gebäudemanagement haben freie Fahrt für die Instandhaltung des Weges und der Spielgeräte.

Anfang April soll es eine Bürgerinformation geben, um das Projekt vorzustellen. Noch im selben Monat könnten die Arbeiten für den neuen Weg beginnen. Die Kosten für die Herstellung der Wegeverbindung und der beiden Spielpunkte betragen rund 80 000 Euro. Die Volksbank Rhein-Ruhr eG übernimmt 30.000 Euro, der Rest wird aus dem städtischen Haushalt beglichen.

Reiner Bartel, Anwohner der Stralsunder Straße, setzt sich darüber hinaus für eine Verbesserung des „katastrophalen Zustands“ der Stralsunder Straße ein. Dieser neue Weg sei ein erster Baustein, um den Bürgern wieder Zugang zum Landschaftsschutzgebiet zu ermöglichen.