Das aktuelle Wetter Oberhausen 15°C
Unser Norden

Knusperhäuschen ärgert Anwohner

14.11.2012 | 11:00 Uhr
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
Seit etwa 1732 steht dieses Haus – im Weg, wie ein Anwohner meint.Foto: Strauch

Oberhausen.   Ein Biefanger Bürger sieht an der Dienststraße Gefahren für Verkehrsteilnehmer: Ein Denkmal geschütztes Haus steht im Weg. Die Stadt hält das Gebäude für schützenswert.

Die Dienststraße birgt Gefahren, vor allem für die Schüler der Königschule. Dieser Ansicht ist Albert Brucks, der als Anwohner in Biefang die Situation so beschreibt: „Dort treffen in einem Abschnitt von 50 bis 60 Metern die Kinder des Kindergartens, die Schüler der Königschule , Fußgänger an einer Ampel und Nutzer einer Bushaltestelle aufeinander. Außerdem sind dort Einmündungen der Kolkmann- und Beerenstraße sowie die Ausfahrt eines Parkplatzes.“

Zu viel, meint Brucks, zumal die Straße in Schlangenlinien verlaufe und so an Übersichtlichkeit verliere: „Das habe ich wieder am Wochenende gesehen, als sich dort zwei Autos begegneten.“

Begradigung notwendig

Das größte Problem, beklagt er, sei ein unter Denkmalschutz stehendes Eckhaus, in Biefang auch „Knusperhäuschen“ genannt: „Dieses Haus steht meiner Meinung nach im Weg und verhindert seit Jahren eine Begradigung der Straße.“ Eine solche Begradigung sei allerdings notwendig, um Gefahrenquellen zu beseitigen. Er habe bereits beobachtet, so Brucks, dass Fahrzeuge der Feuerwehr Probleme hatten, durchzukommen.

Das kann Wolfgang Tingler, Chef der Oberhausener Wehr, nicht bestätigen: „Ein Mitarbeiter des vorbeugenden Brandschutzes ist extra durch die Straße gefahren und hat festgestellt: Es gibt keine Schwierigkeiten für unsere Einsatzfahrzeuge.“ Auch die Polizei winkt ab. Sprecherin Monika Friske: „Auf der Dienststraße werden regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt; zuletzt beim Lasermess-Marathon. Da wurde in einer Stunde ein zu schneller Autofahrer gemessen. Im September waren es allerdings 30.“ Insgesamt sei die Straße kein Unfallschwerpunkt.

Haus entstand anno 1732

Ein Abriss des Denkmalschutzhauses komme auch nicht in Frage, sagt die Stadt. Erzählungen zufolge wurde das Haus als Kotten, als Wohnstallhaus, von den Vorfahren der ehemaligen Besitzerin anno 1732 aus selbst gebrannten Ziegeln erbaut. „Dieser ehemalige Kotten steht als Dokument der vorindustriellen Epoche“, begründet die Stadtverwaltung den Denkmalschutz, „der Seltenheitswert verpflichtet, diese an Zahl geringe Architektur vor dem Untergang zu bewahren.“

Ein Abriss wäre, so Stadtsprecher Martin Berger, möglich, wenn es seine Denkmaleigenschaften verloren hätte oder andere öffentliche Belange dem Erhalt entgegenstünden. Beides sei nicht der Fall.

Von Astrid Knümann



Kommentare
16.11.2012
19:36
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von zeitungslesender | #6

Der HERR ALBERT BRUCKS scheint ein ganz anderes Problem damit zu haben..........

15.11.2012
09:50
Erhaltenswert?
von Schantall | #5

Was bitte ist da erhaltenswert? Es ist ein 100x vermurkstes altes Häuschen.

Mien Vorschlag: Entweder in den Zustand versetzten, der eine Erhaltung rechtfertigt oder eben nicht erhalten.

Natürlich ist es sehr schwach, dass man nicht in der Lage war zu recherchieren, warum es denn in diesem Zustand ist und was der Eigentümer für Pläne hat.

14.11.2012
20:43
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von Liebjung | #4

Geht es noch ? Das ist der blödeste Kommentar den ich je gelesen habe , " Schurri23 " !
Wir sollen froh sein , wenn wir noch so etwas haben , in unsere schnell lebige Zeit .
In meinen Augen ist das keine Gefahrenquelle , oder ist dort schon mal etwas schlimmeres passiert ? Dieses Haus soll auf jeden Fall erhalten bleiben und gegeben falls in Stand gesetzt werden

14.11.2012
18:23
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von An77 | #3

Da scheint wohl einer ein persönliches Problem mit dem Haus (Besitzer?) zu haben.

Busse und LKw´s jedenfalls passen dort problemlos durch, die Oberhausener Feuerwehr dürfte dort auch keien Probleme haben. Ansonsten sollte der Maschinist noch mal zum üben in die Fahrschule....;-)

14.11.2012
14:40
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von ultron | #2

Zugegeben, ein Schmuckstück ist das "Knusperhäuschen" nicht gerade. Daran sollte mal etwas getan werden - wer auch immer dafür zuständig ist. Gestört hat es mich als Autofahrer allerdings noch nie, obwohl ich die Dienststraße öfters befahre. Und wenn Busse problemlos um die Ecke kommen, passt auch die Feuerwehr durch. Ich verstehe auch nicht, wieso die Straßenführung dort eine Gefahrenstelle sein soll - im Gegenteil, durch diese "Schikane" wird nämlich jeder Autofahrer zum langsam fahren gezwungen - auch die, die sich nicht an Tempo 30 halten. Ein Begradigung würde garantiert Einige zum Schnellerfahren verleiten, genau da, wo viele Kinder täglich die Straße überqueren.

Aber nochmal zum Denkmalschutz: Die WAZ hätte auch mal recherchieren können, warum an dem Haus keine Denkmalspflege erfolgt?

14.11.2012
11:50
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von schnurri23 | #1

Nur ein Kenner erkennt, dass es sich hier um ein Denkmal geschütztes Haus handelt.
Da hilft nur ein´s, kontrolliert abbrennen.

2 Antworten
Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von seidenpfote46147 | #1-1

Ich gebe zu dieses Haus ist kein besonders reizvoller Anblick, abe rich kenne diese strasse nicht anders. Wer sich über enge strassen beschweren möchte sollte einemal in Holten durch Wasser/Krumme str. fahren. Dahabe ich schon oft darüber nachgedacht wie die Feuerwhrschnell zum Branherd kommen will.

Knusperhäuschen ärgert Anwohner
von Liebjung | #1-2

Geht es noch ? Das ist der blödeste Kommentar den ich je gelesen habe , " Schurri23 " !
Wir sollen froh sein , wenn wir noch so etwas haben , in unsere schnell lebige Zeit .
In meinen Augen ist das keine Gefahrenquelle , oder ist dort schon mal etwas schlimmeres passiert ? Dieses Haus soll auf jeden Fall erhalten bleiben und gegeben falls in Stand gesetzt werden

Aus dem Ressort
Abriss des Bunkers neigt sich seinem Ende
Osterfeld
Das Weltkriegs-Relikt an der Bottroper Straße in Oberhausen-Osterfeld wird Ende Oktober verschwunden sein. Beim Rückbau der Beleuchtung zu Beginn des Abrisses hatte sich eine leichte Verzögerung ergeben. Der Neubau des Kaufpark-Marktes soll noch in diesem Jahr beginnen.
Oberhausen-Sterkrade hofft auf fünf Millionen
Stadtentwicklung
Wie Osterfeld soll auch Sterkrade von der Umsetzung des „Integrierten Handlungskonzepts“ profitieren. Robbie Schlagböhmer, Vorsitzender der Sterkrader Interessengemeinschaft, erhofft sich davon wesentliche Impulse.
Regen lässt Gabionen einstürzen
Sterkrade
Die großen regenmengen im Juni seien der Grund, warum die Gabionen am Handbach teilweise eingestürzt sind. Das teilt die Stadt Oberhausen mit. Derzeit wird ein Konzept für die Reparatur erarbeitet. Erst dann könnten die Kosten benannt werden.
Freiwillige Feuerwehr Oberhausen lädt zum Tag der offenen Tür
Veranstaltung
Die ehrenatmlichen Retter der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen laden am Wochenende zum Tag der offenen Tür. Sie rechnen mit mehreren tausend Besuchern, die an diesem Tag kommen werden. Es gibt zahlreiche Vorführungen, Musik, Tanz und Erbsensuppe.
OGM prüft Pläne für das „Kaiser und Ganz“-Haus
Stadterneuerung
Bei der OGM laufen derzeit „Abstimmungsgespräche“ zur „Kaiser und Ganz“-Immobilie in Sterkrade. Hintergrund sind Architekten-Entwürfe. Die Stadt hatte das Gebäude gekauft.
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Auferstehungskirche Osterfeld
Bildgalerie
Kirchenserie
So feierten die Fans in Oberhausen
Bildgalerie
Jubel und Autokorso
Die Fronleichnamskirmes in Bildern
Bildgalerie
Kirmes-Fotos