Kita folgt auf Hauptschule in Oberhausen

Auf dem Gelände der früheren Hauptschule Alsfeld haben die Abrissarbeiten begonnen. Sobald die alten Gebäude weg sind, entsteht dort ein neuer Kindergarten der Elterninitiative Löwenzahn.
Auf dem Gelände der früheren Hauptschule Alsfeld haben die Abrissarbeiten begonnen. Sobald die alten Gebäude weg sind, entsteht dort ein neuer Kindergarten der Elterninitiative Löwenzahn.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Elterninitiative Löwenzahn plant neue Einrichtung in Alsfeld für 120 Kinder. Neubau mit zwei Gebäuden. Stadttochter reißt derzeit die alte Schule ab.

Alsfeld.. An der Försterstraße sind die Bagger schon vorgefahren. Die Abbrucharbeiten für die ehemalige Hauptschule haben be­gonnen. Schon am 1. August will die Elterninitiative Löwenzahn dort ihren vierten Kindergarten in Oberhausen eröffnen. In der Geschäftsstelle des Vereins an der Ottilienstraße in Alstaden werden bereits die Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr entgegengenommen.

Dirk Rubin, seit 25 Jahren Geschäftsführer des Vereins, ist zuversichtlich, nahezu alle rund 120 Kindergartenplätze dort bis zur Eröffnung belegen zu können. Damit würde ein großer Bedarf an Kinder-Betreuungsplätzen in Alsfeld gedeckt.

OGM kaufte Grundstück Ende 2015

Bauherr für den Neubau ist das Oberhausener Gebäudemanagement (OGM). Laut Ratsbeschluss vom Ende 2015 verkauft die Stadt das Grundstück an die OGM. Vollzogen ist der Verkauf noch nicht, wie es bei der OGM heißt. Zwei Gebäude lässt die OGM dort errichten. Bei Dirk Rubin hängen die Baupläne bereits im Büro. Sie sind genau auf das Konzept der Löwenzahn-Kitas zugeschnitten.

„An der Försterstraße entstehen zwei zweigeschossige Gebäude“, berichtet der 55-jährige Sozialpädagoge. Das vordere Gebäude an der Straße wird, wie bei „Löwenzahn“ üblich, die Zwei- bis Vierjährigen beherbergen, das hintere die Großen, die angehenden Grundschulkinder. „Wir werden im Vordergebäude für die Kleinen zwei Gruppenräume mit zwei zugehörigen Schlafräumen im Erdgeschoss haben und im Obergeschoss einen dritten Gruppenraum sowie die Turnhalle“, erklärt Rubin. Überall werde ein Aufzug eingebaut, so dass auch Kinder im Rollstuhl aufgenommen werden können.

Die Raumeinteilung entspricht dem Konzept von Löwenzahn, die kleinen Kinder zwei Jahre lang in feste Gruppen zu integrieren, davon aber bei den Großen zugunsten von Räumen mit speziellen Aktiv-Angeboten abzugehen. So steht künftig im Hintergebäude für die Großen im Erdgeschoss der große Frühstücksraum im Mittelpunkt. Dort können die Kinder ihren Kita-Tag beginnen. Nebenan wird sich die Turnhalle befinden. Sechs Räume im Obergeschoss werden für Angebote wie den Umgang mit Medien oder zum Rollenspiel eingenommen. Je 60 Kinder finden in beiden Gebäuden Platz.

Kinder ziehen nach zwei Jahren um

Ein Kindergarten für 120 Kinder, das ist für Dirk Rubin eine ganz normale Größe. „Die Kinder kommen in der Regel im Alter von zwei Jahren.“ Sie würden in jedem der beiden Gebäude zwei Jahre zubringen. Bei vier Altersjahrgängen würden also jedes Jahr 30 Kinder eingeschult, 30 würden vom Vorder- ins Hintergebäude, also zu den Großen wechseln – und 30 Kinder könnten vorne neu aufgenommen werden.

Nachfolgende Geschwisterkinder und Kinder aus den Eltern-Kind-Gruppen, die vor dem zweiten Geburtstag das Eingewöhnen in die Kita üben würden, machen laut Dirk Rubin schon zwei Drittel der jährlichen Aufnahmekapazität aus. „Da bleiben dann noch zehn Kinder von außerhalb, die wir aufnehmen können.“

Dieses Konzept habe sich seit Jahren bewährt. „Wir bieten den Kleinen feste Gruppen, feste Räume und feste Bezugspersonen“, sagt der Löwenzahn-Geschäftsführer. Bis auf die festen Bezugspersonen werde das bei den Großen dann zugunsten freier Aktivitäten aufgegeben. Nach diesem Konzept wurde zuletzt im Sommer 2015 das Gebäude für die Großen an der Kita Auf der Höchte in Osterfeld eröffnet. Mit der neuen Einrichtung stößt Löwenzahn mit dann über 80 Beschäftigten in eine neue Größenordnung vor.