"Ich trete an, um zu gewinnen"

CDU-Kandidat Helmut Bennewa. Im Hintergrund die Kirche Herz-Jesu in Sterkrade.
CDU-Kandidat Helmut Bennewa. Im Hintergrund die Kirche Herz-Jesu in Sterkrade.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Helmut Bennewa (CDU) kandidiert bei der Ratswahl in Sterkrader Heide in Oberhausen. Er setzt auf seine enge Vernetzung. Urnengang ist am 1. Februar.

Oberhausen.. „Du bewegst Sterkrade Heide“ lautet der Slogan, mit dem sich Heinz Bennewa (CDU) bei der Wiederholungswahl am 1. Februar um das Ratsmandat im Wahlbezirk 21 bewirbt. Das vertraute Du ist bewusst gewählt. „Ich kenne mich hier aus, das ist meine Umgebung, das ist mein Kiez. Die Leute vertrauen mir“, betont der 61-Jährige, der seit 38 Jahren bei Oxea arbeitet.

„Ich trete an, um zu gewinnen.“ An Selbstbewusstsein mangelt es dem verheirateten Vater zweier Kinder nicht. Er verweist auf eine Vielzahl an Ehrenämtern: Vorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Herz-Jesu Sterkrade, Mitglied des Gemeinderats, Sozialrichter, Jugendschöffe, seit 2014 CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Sterkrade, sachkundiger Bürger im Sozialausschuss. Seine wichtigste Eigenschaft sei es, zu hören zu können. „Und ich gehe nicht mit der Brechstange an die Lösung eines Problems.“

Fragt man ihn, um welche Themen er sich besonders kümmern will, nennt Bennewa mehrere Punkte: „Das Alsbachtal ist mal ein Naherholungsgebiet gewesen; und das soll es auch wieder werden, eine attraktive Parklandschaft für die Menschen in Oberhausen.“ Die Zahl der Schlaglöcher auf den Straßen habe immer mehr zugenommen. „Ich kämpfe dafür, dass die so schnell wie irgendmöglich beseitigt werden, beispielsweise an der Beethovenstraße, Ecke Stralsunder Straße.“

Steuererhöhung stoppen

Zu verbessern gebe es auch einiges an der oberen Kirchhellener Straße. „An dieser viel befahrenen Straße fehlt ein Fußgängerüberweg, das muss unbedingt geändert werden.“ Beim öffentlichen Personennahverkehr denkt Bennewa an den Bereich Erzbergerstraße/Graudenzer Straße: „Hier wohnen sehr viele ältere Menschen, die eine bessere Busverbindung benötigen.“ Wenn man auf der einen Seite Millionen Euro für eine Streckenverlängerung der Linie 105 ausgeben wolle, dann dürften auf der anderen Seite nicht die Fahrpläne weiter ausgedünnt werden. „Im Gegenteil, sie müssen verbessert werden.“

Als Ratsmitglied wird er auch über anderes entscheiden müssen, zum Beispiel den städtischen Haushalt. „Die Steuer- und Gewerbeerhöhungen müssen gestoppt werden. Gerechte Müllgebühren wären schon mal ein Anfang.“

Im Wahlkampf setzt Bennewa auf den direkten Kontakt zum Wähler. „Wir werden so viele Hausbesuche wie möglich machen. An den Samstagen werden wir einen Infostand aufbauen, zum Beispiel an der Kirchhellener Straße.“ Das Parteibüro werde ihn dabei unterstützen. Ob es gelingt, die Wahlbeteiligung auf ähnlichem Niveau zu halten wie bei der regulären Wahl im Mai – rund 50 Prozent –, kann er nicht sagen. „Wir wollen so viele Menschen wie möglich erreichen.“