Hockeysport bezieht im März alte Eislaufhalle in Oberhausen

Die ehemalige Eislaufhalle am Revierpark Vonderort in Oberhausen-Osterfeld eröffnet im März neu als Vereinsheim für den Inlineskater-Hockeysport.
Die ehemalige Eislaufhalle am Revierpark Vonderort in Oberhausen-Osterfeld eröffnet im März neu als Vereinsheim für den Inlineskater-Hockeysport.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Umbau der ehemaligen Eislaufhalle im Revierpark Vonderort in Oberhausen-Osterfeld ist fast fertig. Ein Wehmutstropfen bleibt: Ein erhofftes Stück Sportgeschichte fehlt in der künftigen Hockeyhalle.

Oberhausen.. Zum Saisonanfang soll der Ball in Osterfeld rollen: Am 1. März wird die für den Inlineskater-Hockeysport umgebaute frühere Eislaufhalle im Revierpark Vonderort eröffnen. Mehrere Hunderttausend Euro hat die Stadt in die 2010 wegen Baumängel geschlossene Halle investiert, die ab März an den neuen Hockeyverein „Miners Oberhausen“ vermietet wird. Damit würde ein heftig kritisierter Leerstand in Osterfeld beseitigt.

Verzichten müssen die Spieler allerdings auf ein Stück Oberhausener Sportgeschichte, das Einzug in die Halle halten sollte.

Eishockey-Mannschaft „Revierlöwen Oberhausen“

Denn in der Hockeyhalle fehlte zuletzt noch die Metallbande, die den Spielfeldrand abgrenzt. Die Hockeyspieler hatten genaue Vorstellungen davon, welche Bande in ihrem neuen Vereinsheim stehen sollte: Jene alten Metallelemente der ehemaligen Eishockey-Mannschaft „Revierlöwen Oberhausen“ sollten es sein. Die Löwen-Bande lagert noch immer in der König-Pilsener-Arena, die einst Spielstätte des 2007 aufgelösten Vereins gewesen ist.

Verhandlungen zwischen Stadt und den Arena-Eigentümern blieben allerdings erfolglos, wie Sportdezernent Frank Motschull in der Osterfelder Bezirksvertretung erklärte: „Vor drei Wochen erhielten wir den Hinweis, dass wir die Bande nicht bis Ende Februar bekommen können.“ Auch seien sie lediglich anzumieten gewesen, verkaufen wollte die Arena wohl nicht.

Dennoch stehen die Miners nun nicht ohne die vorgeschriebenen Bande da: Die Stadt hat eine Oberhausener Metallbaufirma beauftragt, neue Wände anzufertigen. Bis zum 28. Februar sollen sie in-stalliert sein. „Wir gehen alle davon aus, dass ab dem 1. März dann in der Halle gespielt werden kann.“

Keine Mehrkosten

Teurer würde der Hallenumbau dadurch nicht: „Mehrkosten wird es dadurch, dass die Stadt die Bande nun kauft und nicht leiht, nicht gegeben.“

Die Eröffnung der Halle war wiederholt angekündigt und verschoben worden. Zuletzt hieß es, sie würde im November 2014 an den Start gehen. Motschull: „Die unterschiedlichen Bauabschnitte mögen zu diesen Ankündigungen geführt haben, mit den Vereinen war aber von Anfang an der Saisonstart abgesprochen.“

Unklar ist, unter welchem Namen die Halle eröffnet wird. Der Miners-Verein, zu dem sich die Piranhas Oberhausen und die Fireballs Sterkrade zusammengeschlossen haben, wollten sie nach dem verstorbenen Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Pflugbeil (SPD) benennen, was in der Bezirksvertretung keine Mehrheit gefunden hat. Stefan Zimkeit (SPD) sagte gestern: „Uns ist es wichtig, die Namensgebung nun zu klären.“