Die Aufgaben einer Küsterin in Oberhausen

Monika Schneider, Küsterin der katholischen Kirche St. Johann in Holten, zündet die Kerzen in der Kirche an.
Monika Schneider, Küsterin der katholischen Kirche St. Johann in Holten, zündet die Kerzen in der Kirche an.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Monika Schneider arbeitet als Küsterin in einer Oberhausener Gemeinde. Ihre Aufgaben sind vielfältig, sie bestehen aus vielen Kleinigkeiten.

Oberhausen.. Monika Schneider geht an den Schrank in der Sakristei, öffnet die Tür und greift gezielt nach einem Messgewand. Das legt sie mit sicheren Griffen auf einen Tisch, so dass der Priester nur noch hineinzuschlüpfen braucht. Als Zuschauer, fällt einem sofort auf, die Frau hat Freude an diesen Handgriffen. Und Schneider sagt dann auch: „Das macht mir Spaß, das hat mir schon immer Spaß gemacht.“

Die 57-Jährige ist Küsterin. Seit 1. März arbeitet sie hauptamtlich siebeneinhalb Stunden pro Woche in der Kirche St. Johann in Holten. Davor hat die Mutter von vier Kindern acht Jahre lang ehrenamtlich in St. Josef in Schmachtendorf die Küster-Arbeiten erledigt. Sie war immer dann im Einsatz, wenn die hauptamtliche Küsterin nicht da war. Mit einem dreimonatigen Kurs in der Tasche hat Schneider diese Arbeit nun übernommen.

Die Arbeit ist sehr vertraut

„Die Arbeit ist mir sehr vertraut“, erzählt die Frau mit der langjährigen Erfahrung. Die Arbeit, das sind viele Kleinigkeiten. Für eine normale Messe bereitet sie zunächst den Gottesdienstraum vor. Sie kümmert sich um die Opferkerzen, sieht nach den Blumen. In der Sakristei stellt sie Kelch, Schale, Wasser, Wein und Hostien zurecht. „Für die Handwaschung gibt es einen extra Krug und eine Schale“, sagt sie. Dann muss auch das Messgewand des Priesters so hingelegt werden, dass der nur noch hineinzuschlüpfen braucht.

Ganz wichtig: „Ich muss den Schlüssel ins Tabernakel stecken.“ Dann werden die Kerzen angezündet. Das Mikrofon wird rausgelegt. Die Bücher werden bereitgelegt und aufgeschlagen. „Das Messbuch und das Lektionar“, erklärt Monika Schneider. Es gebe auch noch ein Evangeliar, aber das würde nur zu besonderen Anlässen genutzt. „Wenn Messdiener dabei sind, dann muss ich auch immer gucken, dass bei ihnen alles gut sitzt“, sagt die Küsterin.

Nach der Messe läuft alles rückwärts

15 Minuten vor Beginn der Messe drückt die 57-Jährige noch auf ein Knöpfchen. Dann beginnen die Glocken zu läuten, dann kann es losgehen.

Nach der Messe läuft alles praktisch rückwärts. Zu ihren Aufgaben gehört dann u.a. die Kerzenpflege. „Sie werden auf eine spezielle Art gedrückt, damit sie von Innen nicht so ausbrennen“, sagt Monika Schneider, die auch ehrenamtlich im Büro von St. Josef arbeitet und dort im Chor singt.