Das neue Sportfeld begeistert die Kinder

Noch sind die Jungs von der OGM am Ball, aber schon wenig später donnerte die Schülermannschaft ihr erstes Tor ins Netz.
Noch sind die Jungs von der OGM am Ball, aber schon wenig später donnerte die Schülermannschaft ihr erstes Tor ins Netz.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Oberhausener Hartmannschule sammelt 33.000 Euro für die Neugestaltung des Schulhofes. Feierliche Übergabe an die Schüler. Die 200 Gäste kann der Regen nicht schrecken.

Oberhausen.. Petrus weinte Freudentränen: Da waren sich Eltern und Lehrer der Hartmannschule sicher. Denn schließlich konnten sie gestern Nachmittag mit einem bunten Fest endlich ihren neuen Spiel- und Sportplatz einweihen.

Kein Wunder, dass es trotz der Dusche von oben ringsum nur strahlende Gesichter gab. „Gleich dürfen wir da Fußball spielen“, freute sich ein ungeduldiger Steppke. Und Schulleiter Lutz Kruska freute sich mit ihm. Dass einmal alles so kommen würde, hätte der 52-Jährige im Frühjahr 2013, als er die Rektorenstelle in Königshardt antrat hatte, selbst nicht gedacht.

33.000 Euro für den neuen Schulhof

Damals blickten er und seine Kollegen statt auf den Sportplatz noch ziemlich ratlos auf dieses seit Jahren leerstehende Lehrerhaus. „Das Gebäude war nicht nur stark sanierungsbedürftig, sondern verkleinerte unser Schulgrundstück enorm.“ Das Haus musste weg. Die Zuständigen der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH stimmten Kruska zu und rissen die Immobilie im November 2013 auf eigene Kosten (rund 50.000 Euro) ab.

Die Gestaltung der Fläche überließ die Stadt der Grundschule. Kinder, Eltern, Betreuer des offenen Ganztages und natürlich auch die Lehrer entwarfen Pläne und sammelten eifrig Spendengelder. Schulfeste, Sponsorenläufe: „Die Resonanz war überwältigend“, erzählt Kruska. „Von einem Euro Taschengeld bis zu 5000 Euro von der Bürgerstiftung der Sparkasse war alles dabei.“ Rund 33.000 Euro bekam die Schule schließlich zusammen und machte sich mit einem Rutsch- und Kletterturm ans Werk. „Die Geräte haben wir gebraucht gekauft“, sagt Kruska. Denn der größte Teil der Gelder sollte in ein rund 10 x 20 Meter großes Sportfeld fließen.

2:1 für die Kinder

Und ihr Traum wurde wahr: OGM-Bauleiter Klaus Bausen und seine Mitarbeiter Imri Olluri, Achim Fiß, Marcel Schwiderski und Sebastian Schnapka spuckten in die Hände, schachteten den Boden aus, planierten die Erde und trugen auf die Schotter- auch noch eine elastische Tragschicht auf, „damit die Kinder sich nicht so schnell verletzen“, erklärt Bausen. Vier Wochen später stand der Grund und die Anlage konnte errichtet werden. „Mit Netz und Kunststoffboden, darauf können die Kinder nicht nur Fußball spielen, sondern auch Basketball, Handball, Hockey“, sagt Kruska.

Ein Klassenzimmer im Grünen und ein Niedrigseilgarten sind die nächsten Projekte für den Schulhof, verrät der Schulleiter noch schnell. Denn dann wird erst einmal kräftig gefeiert. Mit Waffeln, Grillwurst und fast 200 Gästen. Und natürlich auch mit einem Fußballspiel auf dem neuen Sportplatz. Die Kinder nahmen es mit dem OGM-Team auf. Wie das Spiel ausging? 2:1 – für die Kinder natürlich.