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Bürgerbus als Idee auch für Oberhausen

02.02.2016 | 11:30 Uhr
Bürgerbus als Idee auch für Oberhausen
Wenn es nach Sterkrader Interessengemeinschaft und Wählergruppe BOB geht, könnten solche Bürgerbus-Haltestellen in Zukunft auch in Sterkrade stehen.Foto: Sebastian Konopka

Oberhausen-Sterkrade.   Die ehrenamtlich betriebenen Kleinbusse könnten Sterkrade-City besser anbinden.

Der Kernbereich der Sterkrader Innenstadt ist für Bürger, die nicht mehr gut zu Fuß unterwegs sind, schwer zu erreichen. Immer wieder würden Bürger die Sterkrader Interessengemeinschaft (Stig) darauf ansprechen, berichtet deren Vorsitzender Robbie Schlagböhmer. „Dabei geht es etwa um das Ärztehaus an der Ecke Steinbrinkstraße/Bahnhofstraße.“

Auf der kürzlich stattgefunden Beteiligungsveranstaltung zum Nahverkehrsplan sprach Schlagböhmer zwei Ideen an, wie die Innenstadt besser an den Nahverkehr angebunden werden könnte. Die Idee eines Bürgerbusses stieß dabei bei Werner Nowak, Fraktionschef vom Bündnis Oberhausener Bürger (BOB), auf offene Ohren. „Das ist etwas, womit wir uns schon länger beschäftigen.“

Die Haltestellen der Stoag befinden sich in Sterkrade alle am Eugen-zur-Nieden-Ring, beschreibt Schlagböhmer. Durch die Haltepunkte „Rathaus Sterkrade“, „Hirsch-Center“, „Sterkrade Mitte“ und „Sterkrade Bahnhof“ würden nicht die zentralen Einkaufsstraßen bedient. „Bei Kundenbefragungen wird es uns immer wieder aufs Brot geschmiert, dass es vor allem für ältere Mitbürger mühsam ist, zu den Geschäften, Ärzten oder Anwälten zu kommen.“

Vier-Punkte-Linie

Darum hat der Stig-Vorstand zwei Ideen ins Rennen gebracht. „So könnte etwa eine Buslinie der Stoag vom Sterkrader Tor aus die Bahnhofstraße hochgeleitet werden mit einem Halt am Center-Point. Über die Steinbrinkstraße könnte es dann zum alten Rathaus gehen.“

Eine andere Idee, mit kleinen – womöglich auch elektrisch betriebenen – Bussen Besucher von bestehenden Haltestellen in den Ortskern zu bringen, findet dabei bei Werner Nowak Unterstützung. „Wir könnten uns vorstellen, vier Punkte, nämlich das Rathaus, den Bahnhof, das Hirsch-Center und den Sterkrader Markt, mit einer solchen Linie zu verbinden.“ Diese kleinen Busse müssten dabei idealerweise barrierefrei gestaltet sein, „da es einen weiter steigenden Anteil von Bürgern gibt, die einen Rollator benutzen“.

Äußerst „nützlich“ findet Schlagböhmer das Konzept. Bei der Stig sei dies schon Thema gewesen. „Ich weiß, dass es in Großbritannien solche Busse gibt.“ Nun wolle man ein Anforderungsprofil für Sterkrade erstellen. Finanziell könnten sich die Kaufleute eine Beteiligung an den Betriebskosten vorstellen. „Wir müssen aber wissen, in welchem Finanzrahmen wir uns da befinden.“ In Kürze soll ein Informationsaustausch mit BOB stattfinden.

Marcel Sroka

Kommentare
12.02.2016
11:14
Bürgerbus als Idee auch für Oberhausen
von trabrurad | #3

Eine öffentliche Aufgabe und Kunden für den Handel werden gezwungen sich selber freiwillig zu organisieren. Wahrscheinlich sollen sie ihn auch noch...
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2016-02-02 11:30
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