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Beschwingte Gala-Show

29.10.2012 | 19:00 Uhr
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Beschwingte Gala-Show
Das Männer-Quartett Sterkrade-Heide 1927 feierte mit einem Konzert in der Stadthalle sein 85-jähriges Bestehen.Foto: Julia Althoff

Oberhausen.   Männer-Quartett Sterkrade-Heide liefert zum 85. Bestehen ein Jubiläumskonzert mit Knalleffekten

Die sängerischen Qualitäten des Männerquartetts Sterkrade-Heide aufzuzählen, erübrigt sich fast. Sein samtenes, unverhauchtes piano, atmende, plastische Artikulation der musikalischen Phrasen und der Textaussprache und sein ausgewogener Klang sind außergewöhnlich. Davon konnte man sich gleich beim ersten Stück des Gala-Konzertes in der Luise-Albertz-Halle überzeugen, dem bewegenden „Im Abendrot“ von Schubert.

Akteure gewinnen an Fahrt

Mit von der Partie waren zunächst die Sopranistin Diana Petrova und das Damen-Ensemble Pomp-A-Dur, die mit ihren „klassischen“ Vorträgen von Mozart und Schubert gestalterisch allerdings nicht so ganz überzeugen konnten. Eindrucksvoll hingegen die „Nachthelle“ von Schubert durch die Gegenüberstellung von Sopran und Männerchor und schließlich das Duett Rodolfo-Mimi aus „La Boheme“, in dem der Dirigent und lyrische Tenor Stefan Lex sich zum ersten Mal an dem Abend neben Diana Petrova auch als Sänger präsentierte.

In dem anschließenden Block „Durch Russlands Weiten“ gewannen alle Akteure zusehends an Fahrt, beeindruckend besonders die aus Russland stammende Sopranistin mit zwei russischen Volksliedern und der Chor vor allem mit dem Lied „Die Birke“, das auch von Tschaikowski in seiner 4.Sinfonie verwendet wird.

Der Schluss des ersten Teils gab aber nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was dann im zweiten unter dem Motto „Oper(r)ette sich wer kann“ ablaufen sollte.

Quartett im Jopi-Kostüm

Das Männer-Quartett erschien im „Jopi“-Kostüm mit weißem Schal und Zylinder, Stefan Lex zog alle Register seines beachtlichen Talents als Show-Master. Längsschnitte durch verschiedene Wiener Operetten gaben ihm und natürlich Diana Petrova reichlich Gelegenheit, als Sänger der „leichten“ (schweren) Muse zu glänzen. Köstlich war etwa jene Szene, in der eine singende Puppe immer wieder aufgezogen werden musste.

Instrumentale Unterstützung fanden Chor und Solisten durch die Damen von Pomp-A-Dur, zu denen auch die pausenlos beschäftigte Pianistin Sigrid Althoff gehörte.

Heftiger Jubel über eine gelungene Mischung von professioneller Präzision und überbordender Spielfreude.

Roland Dymke

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