Noch weit entfernt von sauber

Wenn ich mir in der WAZ „Menschen und Vereine“ die strahlenden Gesichter der Akteure der „Frühjahrsputz-Aktion Super Sauber Oberhausen“ anschaue, könnte man zu dem Ergebnis kommen, dass sich Oberhausen nach Beendigung der Aktion tatsächlich super sauber präsentiert. Sieht man sich die Straßen und Plätze in Oberhausen genauer an, so stellt man allerdings ernüchtert fest, dass wir von dem Zustand „super sauber“ noch weit entfernt sind. Ich bin fast täglich zu Fuß oder per Rad in Oberhausen unterwegs und kann nur feststellen, dass die ganze Aktion nur als Tropfen auf den heißen Stein betrachtet werden kann. Meines Erachtens wäre es im Sinne einer nachhaltigen Sauberkeit der Stadt unerlässlich, aus der einwöchigen Aktion eine permanente Kampagne zu entwickeln. Hierzu könnte man die Teilnehmer gezielt darauf ansprechen, ob sie für bestimmte Straßen, Plätze und Parks Patenschaften übernehmen. Dabei würde man sich verpflichten, in kürzeren regelmäßigen Abständen den Ort zu reinigen. Wenn sich im Rahmen einer solchen Aktion bestimmte Örtlichkeiten in Oberhausen permanent sauber darstellen, könnte ich mir vorstellen, dass es zu einem Schneeballeffekt kommt: Es würden weitere Mitbürger Patenschaften übernehmen. Natürlich wäre es hilfreich, wenn der Start einer derartigen Initiative durch wiederholte Publikationen in der örtlichen Presse zusätzlich angeheizt würde. Genauso sinnvoll wäre es aus meiner Sicht, wenn unsere Stadtväter mit gutem Beispiel vorangingen.

Was die Organisation von „Super Sauber Oberhausen“ angeht, ist festzustellen, dass sowohl die Anlieferung benötigter Arbeitsmaterialien (Greifzange, Arbeitshandschuhe, Müllsäcke) als auch die Abholung Mülls vorbildlich abgelaufen sind.