Noch offene Wunden durch „Ela“ in Oberhausen

Die Wege auf der Knappenhalde sind gesichert – abseits liegt jedoch noch eine Menge Holz im Hang.
Die Wege auf der Knappenhalde sind gesichert – abseits liegt jedoch noch eine Menge Holz im Hang.
Foto: FUNKE FotoServices
Ein Jahr nach dem Pfingststurm sind immer noch nicht alle Schäden beseitigt. Auf der Knappenhalde hat Ela besonders gewütet. Aufforstung im Winter.

Oberhausen.. Der Sturm „Ela“ verwüstete vor einem Jahr an Pfingstmontag große Teile des Ruhrgebiets – die Wunden sind auch heute noch, zwölf Monate später, im Oberhausener Stadtgebiet zu erkennen. 594 Bäume mussten gefällt werden, davon 180 in Wäldern – 1,2 Millionen Euro (brutto) kostete die Stadt bislang die Beseitigung der Schäden. „Am sichtbarsten hat Ela auf der Knappenhalde gewütet“, berichtet Jürgen Halm, der bei der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) für die städtischen Wälder zuständig ist. Umgestürzte Bäume sind dort noch überall zu entdecken. „Im kommenden Winter werden wir mit der Aufforstung beginnen“, so Halm.

Fast 600 Baumfällungen

Zehn Wochen lang dauerte im vergangenen Jahr die Zeit der intensiven Schadenbeseitigung. „Wir hatten auch Spezialfirmen im Einsatz, die uns unterstützten“, blickt der Stadtförster Halm zurück. Neben den fast 600 Baumfällungen musste an insgesamt 1041 Bäumen eine Kronenpflege durchgeführt werden.

Erste Aufpflanzungen hat die OGM bereits abgeschlossen. Auf einer Fläche von knapp zwei Hektar Größe sollen im Winter neue Bäume und Sträucher auf der Knappenhalde gepflanzt werden. „Wir sind momentan in Gesprächen mit einem Unternehmen, das die Arbeiten übernehmen wird.“ Bevor diese Aufforstung beginnen kann, müssen zunächst die umgestürzten Bäume entfernt werden. „Die sind nicht immer leicht zu erreichen, das wird schon etwas aufwendiger.“ Zwar seien die Wege auf der Halde inzwischen wieder freigegeben – sich jedoch von den Wegen zu entfernen, das könnte gefährlich werden. „Es liegt noch sehr viel Holz im Hang.“

Osterfelder Stadtwald betroffen

Mit der Aufforstung wird sich auch das Gesicht der Knappenhalde ändern. Dominierten bislang Robinien, Akazien und einige Ulmen den Baumbestand, werden im Winter Ebereschen und Haselnusssträucher zum Zuge kommen. „Robinien wachsen sehr gut, sind aber pflegeintensiv.“

Ebenfalls stark betroffen von Ela war der Osterfelder Stadtwald. „Dort brauchen wir keine Aufforstung. Dieses Waldgebiet kann sich selbst erholen, auch ohne Eingriff von uns“, erklärt Halm. Dies sei bei der Knappenhalde nicht der Fall. „Um Erosion zu verhindern, müssen wir aktiv werden.“