Noch können Bürger Straßen für den Blitz-Marathon nennen

Am 16. April startet der mittlerweile achte Blitz-Marathon. 24 Stunden lang wird auch in Oberhausen vermehrt kontrolliert.
Am 16. April startet der mittlerweile achte Blitz-Marathon. 24 Stunden lang wird auch in Oberhausen vermehrt kontrolliert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der achte Blitz-Marathon startet am 16. April. Schon 500 Leser haben sich in Oberhausen für eine Straße entschieden, an der kontrolliert werden soll.

Oberhausen.. Oberhausener Bürger haben bekanntlich ein Wörtchen mitzureden, wo die Polizei am 16. April auf Raserjagd gehen soll. Der mittlerweile achte Blitzer-Marathon steht an diesem Tag an. 15 mögliche Kontrollstellen hat die Polizei vorab zur Wahl gestellt, zehn werden über eine Abstimmung auf den Internetseiten der Polizei und der WAZ Oberhausen festgelegt. Knapp 500 Leser haben online schon ihr Häkchen gesetzt. Bei der Polizei sind bislang rund 60 E-Mails eingegangen. Wer seine Stimme abgeben möchte, kann das auf der Online-Seite der WAZ noch bis Sonntag, 12. April tun. Die Polizei sammelt bis zum 14. April weitere Antworten.

Die meisten Stimmen bei der WAZ-Umfrage hat bislang die Bachstraße in Buschhausen. Gefolgt von der Grenzstraße in der Innenstadt, der Kirchhellener Straße in Königshardt, der Bebelstraße in der City und dem Buchenweg in Sterkrade. Ab 6 Uhr werden am 16. April die ausgewählten Messstellen abgefahren. 24 Stunden lang kontrolliert die Polizei die Geschwindigkeit – über den Tag und die Nacht verteilt, jeweils an einem anderen Kontrollpunkt. Welche Messstellen letztlich ausgewählt wurden, gibt die Polizei kurz vor dem Start der Aktion bekannt.

Die Oberhausener Ordnungshüter hatten sich im Vorfeld 15 neuralgische Verkehrspunkte für mögliche Kontrollen überlegt. Sie stammen aus den Bürgervorschlägen der vergangenen Marathon-Kontrollen. Neue Vorschläge konnten die Oberhausener bei dieser Aktion nicht machen.

Rennstrecke statt Spielstraße

Dass es in der Stadt durchaus mehr Raser-Ecken gibt, über die sich Bürger aufregen, zeigt ein Blick auf die Facebook-Seite der Redaktion. Etliche Vorschläge sind hier eingegangen. Besonders auffällig: Viele User kritisieren weiterhin das Verhalten vieler Eltern vor Schulen und Kindergärten. Als Beispiel wurde vermehrt der Rechenacker genannt.

Auf die Frage, wo geblitzt werden soll, antwortet eine Userin: „Rechenacker an der Landwehrschule, aber bitte nach den Ferien. Da klingelt die Stadtkasse!“ Ein anderer schreibt: „Da sind zwei Schulen und ein Kindergarten und alle rasen immer nur, obwohl da 30 ist.“

Mehrfach genannt werden auch die Landwehr, die Bottroper und die Vestische Straße, „auch genannt die Rennstrecke“, kommentiert eine Leserin. Auch die Schmachtendorfer Straße sei „die reinste Rennstrecke“, schreibt jemand anders. „Ich denke aber, dass erst jemand zu Schaden kommen muss, bis man merkt, was hier passiert.“ Auch eine Spielstraße wird genannt: „Kirchstraße in Osterfeld. Spielstraße und wirklich niemand hält sich dran... die perzen hier Tag und Nacht durch.“